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Blumen für die Gewählte: SPD-Kreisvorsitzender Hannes Gräbner gratuliert Christine Negele zur Nominierung als Landratskandidatin.

Bauen, Wohnen und Verkehr sind ihre Themen

SPD-Kreisrätin packt an: Christine Negele kandidiert bei Landratswahl

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Sie ist fast schon ein Urgestein der SPD im Landkreis Miesbach. Jetzt will es Christine Negele (61) noch mal wissen. Sie kandidiert bei der Landratswahl.

Landkreis – Gegen einen parteiinternen Gegenkandidaten hätte Christine Negele nichts einzuwenden gehabt. „Ich bin ein Freund von demokratischen Prozessen“, sagt die 61-jährige Sozialpädagogin aus Tegernsee. Dass sie letztlich die einzige Bewerberin für eine Landratskandidatur der SPD war, hat ihr so gesehen eigentlich gar nicht so gut gepasst. Mit dem Ergebnis der – selbstverständlich demokratischen – Wahl kann sie trotzdem gut leben: 22 der 23 anwesenden Delegierten haben Negele bei der Aufstellungskonferenz im Miesbacher Bräuwirt zur Landratskandidatin nominiert.

Negele ist im Landkreis längst keine Unbekannte mehr. Die Kreisrätin mit den markanten roten Haaren engagiert sich seit mehr als zehn Jahren im Gremium. In der Partei ist sie als Bundesdelegierte tätig, war lange selbst Vorsitzende der Kreis-SPD und ist bis heute Mitglied des Bezirksvorstandes Oberbayern. Hauptberuflich ist sie in der psychosomatischen CIP Klinik Dr. Schlemmer in Bad Tölz beschäftigt. Durch ihre Arbeit als Sozialpädagogin kenne sie seit Langem die Nöte und Belange der Menschen in der Region, so Negele.

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Diese Erfahrungen will sie in ihre Schwerpunktthemen im Wahlkampf einfließen lassen. „Ich habe einen ganzen Sack voller Ideen“, sagt die 61-Jährige. Als ihr Hauptziel hat sie auserkoren, auch Bürgern mit mittlerem Einkommen weiterhin ein gutes Leben im Landkreis zu ermöglichen. Neuralgische Punkte sieht die SPD-Landratskandidatin vor allem bei den Themen Bauen, Wohnen und Verkehr. „Autos drunter, Wohnungen drüber!“ ist eine prägnante Forderung, die Negele im Kreisrat immer wieder vorträgt, wenn es um die Ausweisung neuer Immobilien für die gewerbliche Nutzung geht.

Nachholbedarf erkennt die 61-Jährige auch bei der Chancengleichheit für Frauen im Landkreis. Neben besseren Karrieremöglichkeiten für Mitarbeiterinnen zum Beispiel in den örtlichen Krankenhäusern will sie sich für einen Frauennotruf in der Region und Frauennotschlafplätze einsetzen. „Es wird Zeit, dass wir da aufholen“, findet Negele.

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Verbessern will die SPD-Kandidatin zudem die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit im Kreistag. Neben den bestehenden Ausschüssen will sie deshalb regelmäßige Treffen zu bestimmten Schwerpunkten –wie eben dem Verkehr – abhalten. Hier könne man sich beispielsweise auch Gäste aus anderen Landkreisen einladen, um sich deren Lösungen für ähnlich gelagerte Probleme anzuhören. „Vieles ist übertragbar“, sagt Negele. Überhaupt verspricht sie, „mehr Dynamik“ in die Kreistagsarbeit zu bringen. In der Vergangenheit seien die Weichen oft zu spät gestellt worden, kritisiert sie.

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Zeit gelassen hat sich die 61-Jährige dafür mit der Entscheidung zur Landratskandidatur. Letztlich habe sich aber herausgestellt, dass es in der Kreis-SPD derzeit nicht viele Personen im geeigneten Alter gebe. Auch wenn Negele eine erfahrene Politikerin ist: Ausreichend Respekt vor ihrer Kandidatur bringt sie dennoch mit: Sie hat vor Jahren bereits für den Landtag kandidiert. „Daher weiß ich, wie anstrengend das ist.“

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