Musikgruppen spielten an wechselnden Orten in der Stadt. Hier sind die Miesbacher Musikanten um Walter Kohlhauf (am Akkordeon) am Marktplatz zu sehen. Kinder konnten mit Straßenkreide malen oder auf der Hüpfburg hüpfen. Anfangs war noch nicht viel los – doch je später der Nachmittag, desto größer die Gästezahl.
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Musikgruppen spielten an wechselnden Orten in der Stadt. Hier sind die Miesbacher Musikanten um Walter Kohlhauf (am Akkordeon) am Marktplatz zu sehen. Kinder konnten mit Straßenkreide malen oder auf der Hüpfburg hüpfen. Anfangs war noch nicht viel los – doch je später der Nachmittag, desto größer die Gästezahl.

Dezentrale Aktionen sorgen für gute Unterhaltung

Miesbach: Langer Samstag belebt versteckte Ecken der Stadt

  • Bettina Stuhlweißenburg
    VonBettina Stuhlweißenburg
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Mit „Musik und Mode“ ist am Wochenende die Reihe der drei „Einkaufs-Samstage“ in Miesbach zu Ende gegangen. Die Organisatoren sind zufrieden.

Miesbach – Normalerweise fühlen sich Samstagnachmittage in Miesbach an wie Sonntage, weil spätestens um 14 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. Nicht so am vergangenen Samstag.

Da hatten die Stadt, Einzelhändler und Gastronomen erneut zum langen Einkaufssamstag geladen – und einen Volltreffer gelandet: „Wir sind superzufrieden“, schwärmt Max Kalup, Leiter des Stadtmarketings. „Die Gastronomen waren begeistert, und die Einzelhändler haben selten einen so guten Tag gehabt.“

Allerdings machten nicht alle Läden mit: Betten Thoba am Bahnhof und Ernsting’s family nahe der Stadtpfarrkirche zum Beispiel schlossen regulär. „Im Gegensatz zu den kleinen Läden, bei denen der Inhaber allein die Kunden bedienen kann, haben sie nicht das Personal, um einen langen Samstag zu stemmen“, erklärt Kalup. So richtig los ging es ohnehin erst am späten Nachmittag – zu Beginn war die Zahl der Flaneure überschaubar. „Das Wetter war fast zu gut.“ Dafür hatten einige Geschäfte noch um 18.30 Uhr Kunden. In der Freiluftbar vor dem Marktcafé gingen um 22 Uhr noch Cocktails über den Tresen – und auf der Hüpfburg wuselte es abends wie auf einem Ameisenhaufen.

Einen besonderen Reiz gewann der Tag durch die dezentralen Aktionen, mit denen der Marktplatz entzerrt wurde. So schlenderten Models – gekleidet in die Mode Miesbacher Geschäfte – bis zur Eisdiele am Stadtplatz, statt über einen Laufsteg zu gehen. Die drei Musikgruppen spielten auch am abseits liegenden Marienplatz – und überall gab es Blumenschmuck und Straßenkreide-Bilder des Streetworkers Sandro Thomas und der Künstlerin Agnes Wieser zu entdecken.  

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bst

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