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Hand drauf aufs gemeinsame Ziel: (v.l.) Alois Schuller, Elisabeth Hinterholzer, Rolf Oehler, Annelies Drexl und Georg Eham besiegeln als neuer Vorstand den Zusammenschluss der vlf Miesbach und Wolfratshausen. 

„Das war der naheliegende Schritt.“

Lebenslanges Lernen: Verbände für landwirtschaftliche Fachbildung fusionieren

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Die Verbände für landwirtschaftliche Fachbildung Miesbach und Wolfratshausen machen gemeinsame Sache. Mit der Fusion wurde die Gründung des neuen vlf Holzkirchen beschlossen.

Landkreis – Mit dem Abschluss der Ausbildung ist es mit dem Lernen noch lange nicht vorbei. Wer in seinem Beruf immer auf dem neuesten Stand sein möchte, kommt um Weiterbildungen nicht herum. Das gilt auch für die Absolventen der Landwirtschaftsschule in Holzkirchen. „Fast alle von ihnen sind Mitglieder bei uns“, sagt Alois Schuller, Vorsitzender des neu gegründeten Verbands für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) Holzkirchen, nicht ohne Stolz.

Bis vor Kurzem waren die Landwirte noch auf zwei Verbände verteilt. 1222 im vlf Miesbach, 1185 im vlf Wolfratshausen. Bei der Gründungsversammlung im Gasthof Alte Post in Holzkirchen haben die 48 anwesenden Mitglieder nun die Fusion der beiden Verbände zum vlf Holzkirchen beschlossen. Die logische Folge der Bündelung der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Miesbach und Wolfratshausen im Grünen Zentrum in Holzkirchen, erklärt Schuller. „Das war der naheliegende Schritt.“ Schließlich habe auch die Landwirtschaftsschule nur noch einen Standort.

Die regionale Identität soll im neuen vlf aber nicht verloren gehen, betont Schuller. Neben dem Vorstand haben die Mitglieder auch zwei Hauptausschüsse bestimmt, die sich die beiden bisherigen Zuständigkeitsbereiche unter sich aufteilen. „Beide Regionen sind zu gleichen Teilen vertreten“, sagt Schuller. Dennoch erleichtere sich künftig die Verwaltungsarbeit. So werde es nur noch ein gemeinsames Rundschreiben an alle Mitglieder geben.

Nicht rütteln will der neue Vorstand an der Aufteilung des Programms. Weiterhin sollen im Winter die fachlichen Veranstaltungen und im Sommer die gesellschaftlichen Ereignisse wie Almbegehungen stattfinden. Gerade letztere seien von großem Wert, meint Schuller. „Da erfährt man oft am besten, welche Themen für die Landwirte von Interesse sind.“

Eines davon wurde auch bei der Gründungsversammlung besprochen. Martin Biechl, Sohn des früheren Vorsitzenden des Zuchtverbands Miesbach, Balthasar Biechl, und Landwirt aus Hofberg, berichtete zusammen mit Sepp Schmalzbauer vom Fachzentrum Rinderhaltung am AELF Traunstein über seine Erfahrungen als „Melkroboter-Pionier“. Das Resümee des Vortrags war eindeutig: „Automatisches Melken ist Stand der Technik“, fasst vlf-Geschäftsführer und Behördenleiter am AELF Holzkirchen, Rolf Oehler zusammen. Die Wirtschaftlichkeit hänge aber stark davon ab, ob frei werdende Arbeitskapazität „gewinnbringend“ eingesetzt werden könne (zum Beispiel in Tierbeobachtung und -gesundheit) und die Anlage ausgelastet sei. Dies sei aber ab circa 60 Milchkühen der Fall.

Bei Biechl sei die Anlage 18 Jahre oder 160 000 Stunden problemlos gelaufen. Die Stromkosten seien aber mit vier Cent pro Liter relativ hoch. Dafür habe die Anschaffung zu einem Gewinn an Lebensqualität geführt. Dennoch: Automatische Problemlöser seien die Melkroboter nicht, so Oehler: „Der Betrieb muss schon vorher rund laufen.“

Der Vorstand

des neu gegründeten vlf Holzkirchen setzt sich wie folgt zusammen: Alois Schuller aus Beuerberg (Vorsitzender), Georg Eham aus Hausham (Zweiter Vorsitzender), Annelies Drexl aus Niklasreuth (Dritte Vorsitzende und Frauenvorsitzende), Elisabeth Hinterholzer aus Attenkam (Vierte Vorsitzende und Zweite Frauenvertreterin), Rolf Oehler vom AELF Holzkirchen (Geschäftsführer), Monika März aus Wackersberg (Schriftführerin) und Johann Stadler aus Fischbachau (Kassier).

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