Perspektivisch weiterhin gut ausgelastet: Das Gymnasium Holzkirchen (hier mit FOS, r.) musste heuer erneut Schüler ablehnen.
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Perspektivisch weiterhin gut ausgelastet: Das Gymnasium Holzkirchen (hier mit FOS, r.) musste heuer erneut Schüler ablehnen.

Ansturm der vergangenen Jahre ebbt leicht ab

Leichte Entspannung in den Einstiegsklassen

Landkreis – Die Anmeldung an den Gymnasien und Realschulen im Landkreis ist rum. Nach einem zuletzt enormen Ansturm entspannt sich die Lage nun etwas.

Die Entwicklung lässt sich seit vielen Jahren beobachten: Immer mehr Eltern schicken ihre Kinder auf Realschulen und Gymnasien. In den Nullerjahren hat der Landkreis dieser Entwicklung Rechnung getragen und diverse Schulen gebaut – wie sich herausgestellt hat, allesamt zu klein. Zuletzt gingen wieder die Anmeldungen für die 5. Klassen über die Bühne, die gerne mal Überraschungen bergen. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen verrät derweil: Die Lage entspannt sich leicht.

 Gymnasium Tegernsee

Die Schulanmeldungen des Gymnasiums Tegernsee fallen heuer niedriger aus als in den Jahren zuvor. Die Schule hat 74 Anmeldungen für die 5. Klasse erhalten. Verglichen mit den 95 aus dem Vorjahr klingt das nach einem starken Rückgang und lässt Erinnerungen an die Jahre wach werden, da die Anmeldungen im Zuge des neuen Gymnasiums Holzkirchen regelrecht in den Keller rasselten. Doch Schulleiter Werner Oberholzner bleibt gelassen. Der Rückgang lasse sich mit der geringeren Zahl an Viertklässlern im Einzugsgebiet erklären. „Prozentual sind wir auf dem gleichen Stand wie letztes Jahr“, sagt Oberholzner. Die Kinder werden auf drei Klassen verteilt.

 Realschule Gmund

Ein Rückgang der Anmeldungen ist auch in der Realschule Gmund festzustellen. Dort liegt die Zahl der Fünftklässler sogar deutlich unter dem Schnitt der vergangenen Jahre. Schulleiter Tobias Schreiner rechnet mit circa 90 Kindern (inklusive Probeunterricht), die auf drei bis vier Klassen verteilt werden sollen. Besonders im Vergleich zum Rekordjahr 2018 ist der Unterschied sehr hoch. Damals hatten sich 136 Mädchen und Buben um einen Platz an der Schule bemüht. Schreiner bleibt aber ebenfalls gelassen und erklärt den Wegfall mit dem Viertklässler-Jahrgang.

Problematisch sei vielmehr der akut vorherrschende Platzmangel. Mit freudiger Erwartung blicke er deshalb auf die Fertigstellung des Erweiterungsbaus im Dezember (siehe Tegernsee & Umgebung).

Gymnasium Holzkirchen

Das noch staatliche Gymnasium in Holzkirchen erfreut sich weiter großer Beliebtheit. Obwohl die Zahl fürs Schuljahr 2020/21 mit 159 Anmeldungen schon deutlich höher lag, kann die Schule auch diesmal den Ansturm nicht bewältigen: Die 128 Anmeldungen sind abermals zu viel. „Wir mussten leider zehn Bewerbungen abweisen“, sagt Schulleiter Axel Kisters. Dazu gehören wie im Vorjahr auch Kinder aus Valley und Warngau. Bereits jetzt habe die Schule ein Problem, alle Kinder unterzubringen. Die neu eingeschulten Mädchen und Buben sollen auf vier Klassen verteilt werden. Bekanntlich sind auch hier Erweiterungsmaßnahmen geplant.

Realschule Holzkirchen

Keine Veränderung an der Oberland-Realschule Holzkirchen. Schulleiter Joachim Fischer berichtet von 110 Schülern für die 5. Klassen, was exakt dem Vorjahr entspreche. Die Schüler werden demnach wieder auf vier Klassen verteilt.

Gymnasium Miesbach

Am Gymnasium in Miesbach gehen die Anmeldezahlen etwas zurück. 118 Schüler haben sich für die Schule angemeldet – 16 weniger als 2020. Sie werden auf vier Klassen verteilt. Schulleiter Rainer Dlugosch ist dennoch zufrieden. Über den Rückgang an Schülern ist er aber verwundert. Besonders, da er in den vergangenen Jahren eine steigende Tendenz wahrgenommen hatte. Über die Gründe kann er nur spekulieren. „Möglicherweise liegt es an der Verunsicherung wegen der aktuellen Situation“, rätselt der Direktor. Dafür spreche auch die geringe Teilnahme am Probeunterricht. Dieser werde deswegen mit Holzkirchen zusammen durchgeführt. In den folgenden Jahren gehe er aber wieder von steigenden Zahlen bei den Anmeldungen aus.

Problematischer sei die räumliche Situation. Dies beginne bei fehlenden Lagerräumen und ende beim nicht vorhandenen Elternsprechzimmer. Dadurch seien sowohl Organisations- als auch Improvisationstalent gefragt.

Realschule Miesbach

Konstant bleiben die Anmeldezahlen an der Gunetzrhainer-Realschule in Miesbach. „Praktisch identisch mit dem Vorjahr“, sagt Schulleiter Thomas Kaspar. Er rechnet mit 120 Schülern, die wie in den vergangenen beiden Jahren auf vier Klassen verteilt werden sollen. 109 Anmeldungen sind bereits sicher. Darin sind die 19 Kinder, die den Probeunterricht besuchen, und die voraussichtlich sieben Wechsler von der Mittelschule noch nicht mitgerechnet.

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