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Wissen, wie man in Miesbach fahren muss: Die neuen Wegweiser für Radfahrer haben der stellvertretende Leiter des Waitzinger Keller, Max Kalup (l.), Bürgermeisterin Ingrid Pongratz und ADFC-Vorsitzender Hartmut Romanski getestet.

Neue Route vorgestellt

Leichter Radeln in Miesbach: ADFC spendiert Wegweiser

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Radfahren in Miesbach ist keine leichte Angelegenheit. Gemeinsam mit dem ADFC wurde nun eine zentrale Route ausgewiesen, die an den Treppen vorbeiführt. So sieht sie aus.

Miesbach – Beim Fahrrad muss man gelegentlich ein wenig anschieben. Das hat in Miesbach der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) in Miesbach gemacht – im übertragenen Sinn. Weil der Kreisverband den Radverkehr in der Kreisstadt stärken will, hat er der Stadt bereits einen Radlständer für den Marktplatz geschenkt (wir berichteten). Nun kamen noch einige Wegweiser hinzu. Und die haben strategische Bedeutung.

Bessere Orientierung: Die neue Beschilderung lotst Radfahrer auf jene Wege, auf denen Miesbachs Höhenunterschiede nicht mit Treppen überwunden werden.

Wer mit dem Fahrrad in Miesbach unterwegs ist, braucht gelegentlich recht kräftige Beine. Oder er steigt ab und schiebt. Grund sind die zahlreichen Anstiege. Kein Wunder, denn die Kreisstadt erstreckt sich gewissermaßen über drei Ebenen: Im Tal liegen Bahnhof und Marktplatz, ein Stockwerk höher sind Stadt- und Habererplatz, und ganz oben auf Ebene drei befinden sich Landratsamt, Amtsgericht, Grund-, Mittel- und Berufsschule sowie diverse Supermärkte und die beiden Gewerbegebiete nebst der Bundesstraße 472.

„Die Höhenunterschiede in Miesbach schrecken viele Leute ab, im Alltag mit dem Fahrrad zu fahren“, hat ADFC-Kreisvorsitzender Hartmut Romanski festgestellt. Denn keiner steigt gern vom Rad, um es einen Berg hinauf zu schieben. Also lässt man das Radl gleich stehen. Dabei gibt es auch in Miesbach Routen, die mit dem Fahrrad gut zu bewältigen sind – vorausgesetzt, man kennt sie.

Die Beschilderung dieser Wege hat der ADFC jetzt in Angriff genommen. „Man kann vom Marktplatz bis hinauf zur Bayrischzeller Straße mit dem Rad fahren, ohne absteigen zu müssen“, erklärt Romanski, der zusammen mit Bürgermeisterin Ingrid Pongratz und Max Kalup, dem stellvertretenden Leiter des Kultur- und Tourismusamts Waitzinger Keller, die Probe aufs Exempel gemacht hat. Vom Marktplatz aus führte ihr Weg gemäß der neuen ADFC-Beschilderung über den Marktwinkl rauf zum Jahnweg. „Damit hat man Ebene zwei erreicht“, sagt Romanski. Zu Ebene drei geht es in Richtung Süden den Jahnweg entlang über Edeka und TV Miesbach zur Bayrischzeller Straße. „Ein Umweg“, gibt Romanski zu, „aber fahrbar.“

Der Kreisvorsitzende des ADFC hofft, dass sich mit dieser Aktion vor allem mehr Miesbacher motivieren lassen, für Alltagswege wieder vermehrt aufs Rad zu steigen. „Viele nehmen lieber das Auto im Glauben, damit schneller zu sein“, weiß Romanski. „Die Zeitersparnis ist aber gar nicht so groß, wenn man allein die Parkplatzsuche bedenkt.“ Mit dem Rad tut man etwas für die Umwelt und für die eigene Gesundheit.

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