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Nicht lustig für Männer: Schnupfen.

Kolumne zum Wochenende

Lieber Männer: Hier kommt euer Freibrief für den Männerschnupfen

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Hilfe, der Männerschnupfen hat uns wieder voll erwischt. Aber keine Angst, liebe Männer. Die fieseste Krankheit seit Anbeginn der Evolution ist nun wissenschaftlich bewiesen. Und wir Frauen haben schon unsere Strategien.

Schnief, hust, schnäuz, jammer. Es ist eine der fiesesten Erscheinungen seit Anbeginn der Evolution. Und ein Gegenmittel haben Mediziner trotz redlicher Bemühungen bis heute noch nicht gefunden. Der gefährliche Männerschnupfen hat derzeit wieder viele unserer Lieblingsmenschen erwischt. Ganze Armeen von Ehemännern, Söhnen, Brüdern, Schwagern und Kollegen liegen flach. Sie kramen zerknüllte Taschentücher aus ihren Hemdsärmeln, stecken sich tütenweise Lutschbonbons in den Mund, schauen einen mit traurigen Rehaugen an und leiden – nicht unbedingt im Stillen.

Jetzt endlich hat die Wissenschaft nachgezogen. Eine Studie hat bewiesen: Männer erkranken im Vergleich zu Frauen häufiger und schwerer an Infekten. Schuld sind die Hormone. Männer haben weniger Östrogene als Frauen, und das beeinflusse die Reaktion auf Viren. Weibliche Nasenzellen seien auch resistenter als die männlichen, fanden die Forscher heraus. Mit wachsendem Testosteronspiegel steige die Gefahr, krank zu werden.

So, liebe Männer, ich gratuliere Euch. Damit habt Ihr die Rechtfertigung also schwarz auf weiß, quasi einen Freibrief zum Weiterjammern. Und wir immunstarken Frauen müssen schauen, wie wir damit zurechtkommen und wie wir uns Betroffenen gegenüber möglichst effektiv verhalten.

Das Internet ist voll mit Tipps für Angehörige. Regel Nummer eins: Auf keinen Fall Langeweile aufkommen lassen, damit der Patient nicht in melancholische Grübeleien versinkt. Dem Bettlägerigen einen guten Film vorlegen oder gleich die Spielkonsole, die als beliebtes Heilmittel gilt. Aufmerksamkeit schenken ist jetzt auch ganz wichtig. Zwischendrin „Schatzi, alles okay?“ fragen und gewünschte Speisen und Getränke widerstandslos ans Bett oder die Couch servieren. Niemals sagen: „Du schaust schon viel besser aus.“ Denn nur der Mann selbst weiß, ob er sich besser fühlt. Also lieber warten, bis er es selbst mitteilt. So kommt Frau gut durch den Männerschnupfen.

Und am Schluss, wenn Mann ganz tapfer war, sollte er ein kleines Geschenk kriegen. Im Internet habe ich zwei nette Accessoires entdeckt: ein T-Shirt samt Tasse, „Männerschnupfen 2017“ steht darauf geschrieben und „Ich habe überlebt“. Eine Botschaft, die Hoffnung gibt.

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