Auf Käfersuche: Baumkletterer nehmen die geschützten Linden am Waitzinger Keller unter die Lupe. Foto: tp
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Auf Käfersuche: Baumkletterer nehmen die geschützten Linden am Waitzinger Keller unter die Lupe.

Baumkletterer durchforsten den Schutzbestand am Waitzinger Keller

Linden auf dem Prüfstand: So läuft das ALB-Monitoring in Miesbach

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Nun hat auch im Stadtgebiet von Miesbach das Monitoring im Zuge der Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) begonnen.

Miesbach – Seit heute, Mittwoch, werden die 22 Linden im Bereich Waitzinger Keller/Waitzinger Park, die zwar innerhalb der 100-Meter-Fällzone liegen, aber als besonders schützenswert geschont wurden, von professionellen Baumkletterern nach Spuren des ALB abgesucht.

Fünf Monitorings pro Jahr

Wie ALB-Gebietsbetreuer Gerhard Kraus von der zuständigen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising erklärt, sind für diesen Bereich pro Jahr fünf solcher Untersuchungsreihen vorgesehen – vier im belaubten und eine im unbelaubten Zustand. Zudem kommen Spürhunde zum Einsatz, die an gekappten Ästen am Boden nach Duftstoffen des weltweit gefürchteten Baumschädlings schnüffeln.

Baumkletterer sind knapp

Grundsätzlich beschränkt sich das Kronen-Monitoring auf ein genaues Untersuchen, doch rund um den Waitzinger Keller werden auch Äste entfernt, wenn sie einen zweifelsfreien Blick verhindern. Der ist nötig, da sich die Bäume in der Hochrisiko-Zone befinden. Auch im Umkreis von 500 Metern um das Finanzamt, wo im Sommer 2019 ein massiver ALB-Befall festgestellt worden war, wird ein Monitoring durchgeführt, aber nur einmal pro Jahr. Wenn mehr geeignete Baumkletterfirmen freie Kapazitäten haben, sind zwei pro Jahr angestrebt. Die Kosten im Bereich privater Gärten trägt der Freistaat.

Rund um den Waitzinger Keller wird diese und vielleicht auch nächste Woche geprüft – abhängig vom Wetter. Eine ALB-Prognose kann Kraus im Vorfeld nicht abgeben: „Wir kontrollieren gründlich – und freuen uns, wenn wir nichts finden.“

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