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Maibaum von Miesbach stehend zerlegt und abgebaut - Geheime Pläne für die Holznutzung

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Von: Dieter Dorby

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Mit einer Säge, die unterhalb der Greifklammer angebracht ist, wurde der Maibaum am Marktplatz stehend abgebaut. Das Holz soll nun zu Marketing-Zwecken genutzt werden.
Mit einer Säge, die unterhalb der Greifklammer angebracht ist, wurde der Maibaum am Marktplatz stehend abgebaut. Das Holz soll nun zu Marketing-Zwecken genutzt werden. © THOMAS PLETTENBERG

Miesbach – Jetzt ist der Miesbacher Marktplatz um einen Anziehungspunkt ärmer. Am gestrigen Vormittag wurde der Maibaum von einem Harvester stehend in mehrere Teile zerlegt und abtransportiert. Die Schilder, die den Baum schmückten, wurden vorher abmontiert und dann vom Bauhof eingelagert.

Grund für den vorzeitigen Abbau ist ein Pilzbefall. Wie berichtet, wurde der 33 Meter hohe Maibaum Ende Juni einer turnusgemäßen Untersuchung unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass der Stamm aus Sicherheitsgründen abgebaut werden muss. Der Grund: Der Baum ist im oberen Drittel von einem holzzerstörenden Pilz befallen. Zunächst wurden die befallenen Stellen ausgeschabt, um den Zersetzungsprozess zu verlangsamen, doch nun im Oktober war der Abbau aus Sicherheitsgründen planmäßig an der Reihe. Doch der Schaden hält sich in Grenzen, denn für 2022 war unabhängig davon ein neuer Maibaum vorgesehen.

Die Schilder und die Spitze wurden abmontiert.
Die Schilder und die Spitze wurden abmontiert. © tp

Die Stücke, die vom stehenden Baum abgeschnitten wurden, werden nun auf ihre Qualität hin untersucht. Denn das Holz soll nicht einfach so entsorgt werden, wie Bürgermeister Gerhard Braunmiller auf Nachfrage unserer Zeitung verriet, sondern „zu Marketing-Zwecken“ weiter genutzt werden. Wie genau das aussehen soll, ist derzeit noch offen. „Wir müssen jetzt erst mal schauen, wie gut das Holz noch nutzbar ist“, sagt Braunmiller. „Dann wird es noch ein paar Gespräche geben, in denen das weitere Vorgehen geklärt wird. Wir haben jedenfalls vier, fünf Ideen, wie wir unseren Maibaum auch künftig noch im Sinne unserer Stadt nutzen können.“

ddy

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