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Im Fokus der Diskussion: der Miesbacher Marktplatz.

Initiative unglücklich über Kommunikation

Marktplatz-Evaluation: Geschäftsleute bereiten Stellungnahme vor

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Die Fachleute haben gesprochen. Doch sie sind nicht die einzigen, die eine Meinung zum umgestalteten Miesbacher Marktplatz haben.

Miesbach – Die Fachleute haben gesprochen. Doch sie sind nicht die einzigen, die eine Meinung zum umgestalteten Miesbacher Marktplatz haben. Das wurde jetzt einmal mehr im Stadtrat deutlich. Und noch ein weiteres Problem tauchte auf: Es hakt wohl an der Kommunikation.

Einen Tag, nachdem der Bericht über das Ergebnis der Evaluation mit Stadtplaner Otto Kurz und Verkehrsexperte Reiner Neumann in unserer Zeitung veröffentlicht wurde, verschickte Lisa Hilbich, Sprecherin der Initiative Marktplatz, einen offenen Brief an die Teilnehmer des Gesprächs. Sie sei „irritiert über das Erscheinen des Artikels“, schreibt Hilbich. So hätten die Teilnehmer des Treffens eigentlich vereinbart, die Öffentlichkeit über eine Pressemitteilung der beiden Experten zu informieren. Nun hätte nicht nur die Zeitung vorab von den Ergebnissen erfahren, sondern offenbar auch die Geschäftsleute durch die GWM. „Wozu dienen Vereinbarungen, wenn sie nicht eingehalten werden?“, fragt Hilbich. „Ein respektvoller Umgang miteinander sieht anders aus.“

Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) verteidigte im Stadtrat die Vorgehensweise. Sie warte bis heute auf die zugesagte Pressemitteilung. Durch die Anfrage der Zeitung sei sie unter „Zugzwang“ gekommen und habe sich entschieden, doch einige Infos herauszugeben. Die Planer zitierte Pongratz in der Sitzung mit der Aussage, die Umgestaltung sei positiv im Sinne eines Versuchs, „um mal was auszuprobieren“. Nun gelte es, einen breiten Konsens zur Verkehrsfreistellung herzustellen, um in einen „professionellen Prozess mit Bürgern, Geschäftsleuten und Hauseigentümern“ einzusteigen. Dies sei aber Sache des neuen Stadtrats und damit auch des neuen Bürgermeisters.

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Beim Wort „Versuch“ hakte Erhard Pohl (CSU) ein. Für ihn sei die aktuelle Gestaltung nur ein Probelauf und „beileibe noch nicht die Optimallösung“. „Ein Versuch kann auch scheitern“, sagte Pohl. Astrid Güldner (Grüne), selbst Mitglied der Arbeitsgruppe Marktplatz, konnte sich nicht erinnern, dass bei der Evaluierung von einem Versuch die Rede war. Stattdessen sei deutlich geworden, dass die Umgestaltung auf jeden Fall eine Verbesserung gebracht habe und ein Rückbau keine Option sei.

Marktplatz-Evaluation: Geschäftsleute bereiten Stellungnahme vor

Ob die Betroffenen Geschäftsleute dies ähnlich sehen, ist offen. GWM-Vorsitzender Florian Brunner teilt auf Nachfrage unserer Zeitung mit, dass die interne Sondierung noch laufe. Anfang kommender Woche werde man aber eine gemeinsame Stellungnahme zum Thema abgeben.

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