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Isabella Moser, Marktfrau aus Miesbach.

Marktplatz Miesbach

Standlbetreiberin Isabella Moser: „Der Grüne Markt hat an Atmosphäre verloren“

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Der Marktplatz ist nicht nur Thema bei den Geschäftsleuten in der Miesbacher Innenstadt, sondern auch bei den Fieranten, die donnerstags beim Grünen Markt ihre Waren anbieten.

Auch hier ist seit der Umstellung im August 2018 Unmut zu spüren. Wir haben dazu Marktfrau Isabella Moser befragt, die dort drei Stände hat.

Frau Moser, wie beurteilen Sie den Grünen Markt?

Die allgemeine Situation hat sich verschlechtert. Vor allem das Erscheinungsbild des Wochenmarkts hat durch die Umstellung der Stände verloren.

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Was war früher besser?

Zuvor war der große Blumenstand in der Mitte und diente als Blickfang. Jetzt hat man zwei Straßen, und der Blumenwagen sollte an den Rand. Leider kommt die Betreiberin deshalb nicht mehr. Das ist ein Wahnsinnsverlust.

„Keiner will beim Einkauf weite Wege“

Aber der Markt hängt ja nicht an einem Blumenwagen...

Nein, Hauptproblem sind wirklich die Parkplätze. Ganz viele Leute machen hier ihre Wocheneinkäufe und wollen ihre Waren nicht weit schleppen. Manch einer geht zwei, drei Mal zu seinem Wagen, um seine Einkäufe zu verstauen. Zur Volksfestwiese will da keiner raufgehen. Da merkt man wirklich jeden Parkplatz, der fehlt. Und 20 bis 50 Leute, die weniger kommen, merkt man übers Jahr bei den Einnahmen.

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Die Stadt musste die Standverteilung aus Brandschutzgründen ändern.

Ja, aber es ist schade, dass man keine Änderungswünsche einbringen konnte. Die Fieranten haben sich mittlerweile damit abgefunden. Was soll man denn sagen? Seitens der Stadt heißt es ja, dass das jetzt so beschlossen ist. Aber man merkt, dass es ruhiger geworden ist.

Was würden Sie sich für den Wochenmarkt wünschen?

Ich würde wieder einen Mittelpunkt schaffen und die Reihe auf der Ostseite wieder zu einer richtigen Straße machen, damit man sich wieder ansehen kann. Dann hat man wieder ein schönes Gegenüber und nicht die Rückseiten der anderen Stände. Der Markt darf ruhig a bissl eng sein – das gehört dazu. So, wie es jetzt ist, sind Charme und Atmosphäre verloren gegangen. Und das merken wir.

ddy

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