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Kerzen statt Scheinwerfer: Für die kleinere Ausgabe des Lichterglanzes zieht Markus Baumgartner das natürliche Licht von Kerzen Kunstlichtstrahlern vor.

Nachdem die Stadt alles abgesagt hatte

1000-Lichterglanz: Geschäftsmann will's selber durchziehen

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Miesbach - Der 1000-Lichterglanz pausiert in diesem Jahr. Markus Baumgartner  - Stadtrat und Miesbacher Geschäftstreibender - will die Veranstaltung trotzdem starten. Und zwar so:

Eigentlich sollte der 1000-Lichterglanz in diesem Jahr eine kreative Pause einlegen. Wie berichtet, wollten die Miesbacher Geschäftsleute die teure Veranstaltung in der bisherigen Form nicht mehr fortsetzen und haben sich für 2017 einen Neustart mit einem überarbeiteten Konzept vorgenommen. Doch ein Jahr Pause will Markus Baumgartner nicht hinnehmen. Der Inhaber von Textil + Betten Thoba am Bahnhofplatz und Petra Kunze, Inhaberin des Ladens Peco Mode, stellen derzeit in Eigeninitiative eine abgespeckte Variante auf die Beine, die am Samstag, 26. November, stattfinden soll: den Miesbach Lichterglanz. Im Interview erklärt CSU-Stadtrat Baumgartner die Hintergründe. 

Herr Baumgartner, was bewegt Sie dazu, eine Mini-Version des 1000-Lichterglanz auszuprobieren? 

Es tut mir einfach in der Seele weh, eine solch etablierte Veranstaltung komplett ausfallen zu lassen. Beim Start des 1000-Lichterglanz haben wir mächtig gerudert und waren froh, dass 300 Leute in die Stadt gekommen sind. Heute sind es Tausende, und wir sagen es einfach ab. Das ist zu schade. Dafür steckt in dieser Reihe zu viel Arbeit und Herzblut. Darüber habe ich mich mit Petra Kunze unterhalten. Das Ergebnis ist der Miesbach Lichterglanz. 

Markus Baumgartner: Geschäftsinhaber und CSU-Stadtrat

Was planen Sie konkret? 

Es wird alles etwas kleiner mit mehr Gewicht auf Flair und Atmosphäre. Unser Ziel ist nicht die große Party, sondern eine Belebung der kleinen Gassen rund um Manhardtwinkl und Fraunhoferstraße. Mittlerweile haben sich an die zehn Geschäfte bereit erklärt mitzumachen – mit Eisschnitzer, Glühwein, Holz-Deko und Weihnachtsspezialitäten. Die Vorbereitungen laufen. Das Konzept ist vergleichbar mit dem Schmankerl-Herbst. Weitere Mitstreiter sind auf jeden Fall herzlich willkommen. 

Und der Lichterglanz? Wie sieht der aus? 

Da setzen wir mehr auf Kerzen als auf Scheinwerfer. Eben die natürliche Variante. Die Kosten waren ja zuletzt ein Problem bei der Veranstaltung. Also versuchen wir nun, mit weniger möglichst viel zu erreichen. 

Sie sind ja auch Beisitzer beim Gewerbeverband GWM, der den 1000-Lichterglanz bislang organisiert hat. Ziehen Sie nun eine Konkurrenzveranstaltung auf? 

Nein, absolut nicht. Wir stehen vielmehr im Austausch mit dem GWM-Vorstand. Denn letztlich ist dieses Jahr ja auch eine Chance für den 1000-Lichterglanz. 

Inwiefern? 

Wir haben heuer die Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren. Vielleicht funktioniert ja etwas besonders gut, das wir künftig in den 1000-Lichterglanz integrieren können. Man muss auch mal etwas ausprobieren und sich etwas trauen. So gesehen ist dieses Kontrastprogramm auch ein Versuchsballon. Unser Ziel für den diesjährigen Lichterglanz ist es, auch den Einzelhandel wieder mehr von der Veranstaltung profitieren zu lassen. 

Wie soll das gehen? 

Das Einkaufen soll wieder mehr im Vordergrund stehen, nicht die Party. Wir fangen deshalb nicht erst um 15 Uhr an, sondern bereits um 10 Uhr. Damit läuft das Programm nicht nur abends, sondern bereits mittags. So wird es ein richtig langer Samstag. 

Man merkt, Sie gehen mit viel Elan an die Sache heran. 

Mei, ich bin ein Gründungsmitglied der GWM, die wir am 27. November 1984 gestartet haben. Wir sind damals mit viel Herzblut angetreten. Das gilt auch für den 1000-Lichterglanz und den Kulinarischen Abend. Wenn man so etwas mit auf den Weg gebracht hat, dann bleibt man dem verbunden. Zumal sich in der Sache nichts geändert hat. Wir wollen ja alle gemeinsam etwas für Miesbach tun. Ob es funktioniert, weiß man aber erst, wenn man es versucht.

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