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102 Schüler haben sich für das kommende Schuljahr an der Miesbacher Realschule eingeschrieben.

Ausblick auf Schuljahr 2016/17

Mehr Anmeldungen: Gymnasium und Realschule legen zu

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Miesbach - Realschule und Gymnasium in Miesbach erfreuen sich großer Beliebtheit. So sind die Anmeldezahlen für 2016/17 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Doch es gibt auch Kritikpunkte.

Diese Zahlen können sich sehen lassen: Für das kommende Schuljahr haben sich 102 Schüler bei der Realschule in Miesbach eingeschrieben. „Das ist ein erfreulicher Zuwachs, denn wir wünschen uns ja Schüler“, sagt Schulleiterin Johanna Tojek-Rieth. Dennoch sei dieser Zuwachs unerwartet. „Im vergangenen Jahr waren es noch 91.“

Noch überraschender ist die Entwicklung beim Probeunterricht. Daran nehmen die Schüler teil, die den für den Übertritt erforderlichen Notendurchschnitt in Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachkunde – 2,33 fürs Gymnasium, 2,66 für die Realschule – nicht geschafft haben. Für das laufende Schuljahr hatten neun Schüler den Versuch gestartet, für 2016/17 sind es 25, also fast dreimal so viele.

Auch das Gymnasium verbucht steigende Zahlen. Für 2016/17 haben sich 120 Schüler eingeschrieben – das sind etwa 20 mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen fünf Schüler, die über den Probeunterricht den Sprung aufs Gymnasium schaffen wollen. Schulleiter Rainer Dlugosch ist damit sehr zufrieden: „Das ist ganz fein. Wir sehen uns für unsere Arbeit gut entlohnt.“ Vor allem die Mittelstufe Plus habe der Schule viel Aufmerksamkeit beschert. So hätten sich in dieser Woche bereits zwei Landtagsabgeordnete in Miesbach informiert.

Ansturm auf Realschule und Gymnasium zu Lasten der Mittelschule

Generell sieht Dlugosch den Ansturm auf Gymnasium und Realschule kritisch: „Es ist zu befürchten, dass dieser Zuwachs am Ende zu Lasten der Mittelschule geht.“ Dies würde auch Tojek-Rieth bedauern: „Die Schüler sollen die Schule besuchen, die für sie die richtige ist.“ Der Notendurchschnitt allein sei dafür nicht die einzige Kennziffer. Auch die Einschätzung der Grundschullehrer sei zu beachten. „Aus meiner Erfahrung berücksichtigen sie das Profil der Kinder sehr gut.“

Dlugosch geht es vor allem darum, dass Bedarf und Angebot halbwegs im Einklang stehen. „Es bringt ja nichts, wenn einerseits Kapazitäten frei sind und woanders Bedarf entsteht, der nicht abgedeckt werden kann“, sagt er vor allem mit Blick auf die rasant steigenden Schülerzahlen in Holzkirchen. Aber auch das berufsorientierte Modell der Mittelschule werde belastet, wenn Schüler unbedingt auf höhere Schulen geschickt werden. „Es ist schade, dass es für viele unter der Realschule nicht geht“, sagt Dlugosch. Dabei wäre so mancher, der am Gymnasium gescheitert ist, wohl hervorragend auf der Mittelschule gewesen.

Aktuell kann Peter Müller, Rektor der Miesbacher Mittelschule, diese Befürchtungen entkräften: „Unsere Schülerzahlen bleiben für das neue Schuljahr in etwa gleich.“ Aus einer Übergangsklasse in Hausham mit Asylbewerbern werden 2016/17 vier in den normalen Mittelschulbetrieb nach Miesbach wechseln. „Die gleichen aus, was wir sonst vielleicht weniger hätten“, erklärt der Mittelschulrektor. Genaue Zahlen könne er aber nicht nennen. „Die werden sich bis zum Schuljahresbeginn noch ändern.“

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