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Mehr Aufgaben, neue Ausrichtung und Corona: Personalchefin erklärt steigenden Personalbedarf am Landratsamt Miesbach

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Von: Dieter Dorby

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Der Personalbedarf am Landratsamt Miesbach ist gestiegen.
Der Personalbedarf am Landratsamt Miesbach ist gestiegen. © Ulrich Baumgarten / vario images

Die Kritik im Kreisausschuss am Ausbau der Personalstellen im Landratsamt hat die zuständige Abteilungsleiterin Maria Rode veranlasst, in der Vollversammlung der Kreisräte „als finale Entscheidungsträger“ ein Plädoyer für die Stärkung des Personals zu halten.

Konkret geht es um 22,45 zusätzliche Stellen. Damit liegt der Personaletat 2022 bei 20,6 Millionen Euro – ein Plus nicht zuletzt durch Höhergruppierungen und Tarifabschlüsse von 1,2 Millionen Euro.

Corona sei für die Mitarbeiter eine „völligen Ausnahmesituation“, die seit fast zwei Jahren die Mitarbeiter fordere. Test- und Impfzentren einrichten, das Gesundheitsamt innerhalb weniger Monate aus dem Nichts heraus auf einen zigfachen Personalkörper aufbauen, kritische Infrastruktur sichern sei das eine.

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Gleichzeitig gelte es aber auch, die vielfältigen Folgen von Corona in der Gesellschaft – von Kurzarbeit über die Betreuung von Kindern und Jugendlichen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit – als Landratsamt im Sinne der Bürger zu meistern. Rode: „Als für die Ressourcen am Landratsamt zuständige Abteilungsleiterin sehe ich meine Aufgabe übergeordnet darin, gerade diese Stabilität und Leistungsfähigkeit zu erhalten.“

Weichen für die Zukunft stellen

Neben zahlreichen Krisenthemen habe man im Landratsamt alles daran gesetzt, dass die Planungen und Überlegungen voranschreiten, um Weichen für die Zukunft zu stellen. Dazu gehörten verschiedene Reformen der Tochtergesellschaften statt. „All das wurde mit dem vorhandenen Kreispersonal gestemmt.“ Eine Haushalts- und Stellenplanung sei „in Zahlen gegossene Politik“. Die Mitglieder des Kreistags definierten, was wichtig ist, und setzten politische Schwerpunkte. Dies sei der Rahmen für die Umsetzung durch die Verwaltung. Hierfür sei eine stabile personelle Ausstattung unabdingbar.

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Etwa zwei Dritte der neuen Stellen, so betonte Rode, seien jedoch verschiedenen gesetzlichen Vorgaben und Reformen geschuldet. Hinzu kämen steigende Fallzahlen und politischen Schwerpunktthemen wie etwa die Mobilität. Ein weiteres Drittel entfalle auf das „Landratsamt der Zukunft“, das nicht nur den Ersatzbau umfasse, sondern das Landratsamt digital, serviceorientiert und zukunftsfähig aufzustellen und Prozesse neu zu denken.

Aderlass durch künftige Ruheständler absehbar

Zudem verwies Rode darauf, dass ein Viertel der Mitarbeiter des Landratsamts innerhalb der nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehe. „Wir müssen uns als Arbeitgeber etwas einfallen lassen, wie wir die entstehende Lücke schließen und die benötigten Fachkräfte weiterhin gewinnen können.“

„Wir brauchen Manpower“

Landrat Olaf von Löwis (CSU) stellte ebenfalls fest: „Wir brauchen Manpower.“ Diese Stellen seien das, was dringend notwendig sei. „Denn wir wollen als Landratsamt keine Bremser sein“, betonte Löwis, „sondern Bürgerfreundlichkeit bieten und die Bürger in ihren anliegen unterstützen.“

ddy

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