Runter vom Gas: Geht es nach dem Willen des Miesbacher Bauausschusses, sollen künftig auf der B 472 nur noch 60 statt bislang 80 km/h erlaubt sein.
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Runter vom Gas: Geht es nach dem Willen des Miesbacher Bauausschusses, sollen künftig auf der B 472 nur noch 60 statt bislang 80 km/h erlaubt sein.

Runterregeln

„Massive Lärmbelastung“: Stadt fordert Tempo 60 auf der B472

  • Dieter Dorby
    VonDieter Dorby
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Auf der B472 ist es zu laut. Der dauerhafte Geräuschpegel führe zu einer massiven Lärmbelastung. Deshalb will Miesbach eine Tempo 60-Beschränkung durchsetzen. Entscheiden kann die Stadt allerdings nichts.

Miesbach – Auf der Bundesstraße 472 soll der Verkehr künftig langsamer rollen. Das hat der Miesbacher Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Auf die Tagesordnung kam das Thema durch einen entsprechenden Antrag von Michael Lechner (Freie Wähler).

Der Schweinthaler verwies auf die „massiven Lärmbelästigungen“ die der Verkehr mit seinen 15.000 Fahrzeugen mit sich bringe. Ein dauerhafter Geräuschpegel, der einen „massiven Verlust an Lebensqualität“ für die Anwohner bedeute.

Dafür habe er auch die breite Unterstützung der Schweinthaler, bekräftigte Lechner. Entlang der Straße gebe es zudem mehrere Einfahrten, denen eine niedrigere Geschwindigkeit mehr Sicherheit geben würde. „Es würde uns jedenfalls gut zu Gesicht stehen“, schloss Lechner, „wenn wir diese Bürger unterstützen würden, damit sie sich schützen können.“

Lärmbelastung durch B427 bei Miesbach: Dritter Bürgermeister legt nach

Zustimmung bekam der ehemalige Dritte Bürgermeister Lechner von seinem Nachfolger Franz Mayer (CSU). Der ging sogar noch einen Schritt weiter und schlug vor, nicht nur auf Höhe von Schweinthal auf 60 km/h zu drosseln, sondern bereits „von der Brücke weg“ bei Miesbach. Als Grund dafür nannte er, dass die Autofahrer nicht erst auf 80 beschleunigen würden, um dann wieder auf 60 runterzubremsen – wenn sie nicht gar einfach mit Tempo 80 durchfahren würden. Einheitlich 60 km/h bis zum Baumer Berg bei Wachlehen/Müller am Baum wäre eine gute Lösung. Angst vor Protest seitens der Autofahrer hat Mayer nicht: „In München akzeptieren wir Tempolimits ja auch, aber bei uns auf dem Land nicht.“

Ob die Temporeduzierung von 80 auf 60 km/h tatsächlich kommt, wird sich erst noch zeigen. Der Beschluss des Bauausschusses sieht lediglich vor, die Änderung auf der übergeordneten Bundesstraße bei der zuständigen Verkehrsbehörde am Landratsamt in die Wege zu leiten. Und ob die mitzieht, ist offen. Fest steht aber, dass es die Stadt nicht allein umsetzen kann. ddy

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