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Vorsicht Fußgänger: Am Marktplatz sind derzeit 50 km/h erlaubt – und bei freier Bahn werden die auch gefahren, berichten die Befürworter der Zone 20.

Mehr Sicherheit am Miesbacher Marktplatz

Zone 20 soll Raser ausbremsen

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Am Miesbacher Marktplatz gilt: sehen und gesehen werden. Dazu gehört auch mal zackig mit dem Auto am Bräuwirt und dem Café Huatfabrik vorbeifahren. Damit ist bald Schluss. Der Bauausschuss will das gesamte Gelände mit den angrenzenden Gassen zur Zone 20 erklären.

Es war gewissermaßen eine Hausaufgabe, die Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) der neuen Arbeitsgruppe (AG) Marktplatz aufgegeben hatte. Als Astrid Güldner (Grüne), die zusammen mit Markus Seemüller (FW), Vize-Bürgermeister Paul Fertl (SPD) und Dirk Thelemann (CSU) die AG bildet, in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses einen ersten Zwischenbericht ablieferte, regte Pongratz an, auch ein Tempolimit zu diskutieren. Die Idee einer Zone 20 wurde dabei auch seitens der Geschäftsleute begrüßt.

Um eine schnelle Umsetzung zu gewährleisten, wurde das Thema an den Bauausschuss verwiesen. Dort gab es aber mehr Diskussionsbedarf – trotz aller Einigkeit, dass langsameres Fahren wünschenswert sei. Florian Ruml (FW) hatte zweifel, ob 20 Kilometer pro Stunde notwendig sind. „Höhere Geschwindigkeiten lassen die Straßenverhältnisse und das Rücksichtnahmegebot ja gar nicht zu“, stellte der Verkehrsreferent fest. Außerdem gebe es bei 20 km/h Probleme mit der Überwachung. „Dann blitzen wir auch Radler.“ Auch Erhard Pohl (CSU) war skeptisch: „Man muss nicht alles überreglementieren.“

Sein Fraktionskollege Franz Mayer (CSU) hingegen befürwortete die Zone 20 uneingeschränkt: „Man sieht in Rosenheim, wie effektiv damit der Bereich zwischen Karstadt und Bahnhof geregelt wird.“ Auch Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW) stimmte zu: „Gerade am Marktplatz bringen 20 km/h mehr Sicherheit.“ Manfred Burger (Grüne) mahnte jedoch, das Einhalten des Tempolimits auch zu kontrollieren. Deshalb seien auch 20 Kilometer pro Stunde richtig. „Bei Tempo 30 tun mir 40 km/h nicht weh – bei Tempo 20 schon.“ Auch Fertl unterstützte es, das Tempolimit auszuprobieren, wenngleich er zu bedenken gab, dass „die von außen gefühlte Geschwindigkeit oft deutlich höher ist als die tatsächlich gefahrene“.

Die Zone 20 entspricht dem bereits bestehenden Halteverbotsbereich am Marktplatz und umfasst damit auch die Gassen, die von Haidmühl-, Rathaus- und Frühlingstraße eingegrenzt werden. Sie muss an allen Zufahrtsstraßen mit Schildern ausgewiesen werden. Innerhalb sind keine Schilder notwendig.

Mit Blick auf die noch offene Diskussion zum Parkraumkonzept der Stadt warnte Stefan Griesbeck (CSU) vor voreiligen Aktionen – „Schilder kosten einen Haufen Geld“. Wie Fertl sprach sich auch Ruml dafür aus, erst das Gesamtkonzept inklusive maximaler Parkdauer zu erstellen, bevor es in die Umsetzung geht. Bürgermeisterin Pongratz ging es jedoch um eine schnelle Lösung für die Anwohner. Der Beschluss für die Zone 20 fiel anschließend einstimmig aus.

ddy

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