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Mein Lieblingsrezept zum 4. Dezember: Grüne und gesunde Pfannkuchen

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Von: Sebastian Grauvogl

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Mein Lieblingsrezept zum 4. Dezember: Grüne und gesunde Pfannkuchen
Kocht gerne mit Grünzeug aus der Natur: Ulla Menke aus Miesbach beim Zubereiten ihrer Wildkräuter-Pfannkuchen mit Frischkäse-Kräuterfüllung. © Thomas Plettenberg

Kräuterpädagogin Ulla Menke zeigt, wie einfach sich Wildkräuter daheim verarbeiten lassen – auch im Winter. Wer unterm Schnee nichts mehr findet, kauft sie eben gefroren.

Miesbach – Ein Wildkräuter-Rezept in der Adventszeit? Selbst für eine erfahrene Kräuterpädagogin wie Ulla Menke ist das eine Herausforderung. Doch die Miesbacherin hat die vorerst letzten warmen Tage Ende November genutzt und in ihrem Garten die frischen Zutaten für ihre gerollten Wildkräuter-Pfannkuchen mit Frischkäse-Kräuterfüllung gepflückt. „Das war mein erstes Rezept, in dem ich Wildkräuter verarbeitet habe“, erinnert sich Menke.

Vor elf Jahren hat die Miesbacherin die Liebe zu den grünen Köstlichkeiten aus der Natur entdeckt. In einem Kurs ließ sie sich zur Kräuterpädagogin ausbilden. Heute teilt sie ihre Leidenschaft mit Vorschulkindern und Erwachsenen gleichermaßen. Aber auch für ihre Familie hackt sie regelmäßig schmackhaftes Grünzeug klein. Ein echter Renner am heimischen Esstisch: die Wildkräuter-Pfannkuchen.

Bevor es an die Zubereitung geht, weist Menke noch auf einen Tipp zum Ernten der Kräuter hin. Statt sie abzureißen, sollte man die Blätter mit einer Küchenschere abschneiden. „Sonst werden die zarten Wurzeln beschädigt.“ Noch wichtiger ist die richtige Gartenphilosophie: „Wiese statt Golfrasen“, lautet Menkes Motto.

Dann greift die Kräuterpädagogin zum Wiegemesser. So lassen sich Spitzwegerich, Giersch, Gundermann und Pimpernelle einfach und schnell zerkleinern. Der Duft ist intensiv und – zugegebenermaßen – auch ein bisschen bitter. Kein Wunder um diese Jahreszeit, meint Menke und rührt Milch, Eier und Mehl für den Pfannkuchenteig zusammen. Die Kräuter mixt sie mit dem Pürierstab unter. Bevor sie die nun grünliche, schaumige Masse in die Pfanne gießt, bereitet sie die Füllung zu.

Frischkäse oder Quark? „Geht beides“, sagt Menke. Hauptsache nicht zu mager. „Fett ist ein Geschmacksträger.“ Auch geriebener und geschmolzener Bergkäse bietet sich an. Sie gibt noch ein bisschen Salz dazu – und dann natürlich wieder die gehackten Wildkräuter. Alternativ lässt sich auch Wildgemüse wie Brennnessel oder Wiesen-Bärenklau verwenden. Das muss dann aber kurz angedünstet werden. Zum Abschmecken empfiehlt Menke Zitronensaft.

Mittlerweile hat das Öl in der Pfanne Betriebstemperatur erreicht. Menke backt die Pfannkuchen, bis die Ränder knusprig sind. Dann bestreicht sie sie mit der Frischkäsefüllung und rollt sie auf. Zum Anrichten auf dem Teller nimmt sie Tomatenscheiben mit ein paar Tropfen Kräuteressig obendrauf.

Bei den ersten Bissen stellt man fest: Es schmeckt nach frischen Kräutern. Nicht mehr richtig bitter, sondern eher aktivierend, wohltuend. „Und gesund“, fügt Menke hinzu. Wie alle Wildkräutergerichte. Eine Brennnessel enthalte 30-mal soviel Vitamine wie ein Kopfsalat, erklärt die Expertin. Ein Grund mehr, auch in der kalten Jahreszeit viel Wildkräuter zu essen. „Die gibt es auch tiefgefroren.“

Die Zutaten

Für fünf gerollte Wildkräuterpfannkuchen braucht Ulla Menke: - 150 Gramm Mehl - vier Eier - 1/4 Liter Milch - 1/4 Teelöffel Salz - 60 Gramm Wildkräuter - Öl zum Ausbacken Für die Füllung nimmt sie: - eine große Handvoll Wildkräuter oder Wildgemüse - einen Esslöffel Zitronensaft - zwei Päckchen Frischkäse oder geriebener Bergkäse - etwas Salz.

Alle Winter-Rezepte unserer Serie finden Sie hier.

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