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Schlierseer gewinnt Volksfest-Turnier

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Glückliche Gesichter bei der Siegerehrung: (v.l.) Thomas Kunze (3. Platz), Josef Wunderle (1. Platz), Wirtin Sabine Kollmann, Johann Schwaiger (2. Platz) und Turnier-Veranstalter Josef Hundegger. © ca

Miesbach – Neben Geld geht es bei der Merkur-Schafkopfmeisterschaft im Miesbacher Volksfestzelt vor allem um möglichst viele Punkte. Hier lesen Sie, wie das Turnier am Sonntag gelaufen ist.

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Merkur-Schafkopfmeisterschaft auf dem Miesbacher Volksfest

Tisch an Tisch sitzen die Spieler bei der Merkur-Schafkopfmeisterschaft in Miesbach. Im Handumdrehen mischen sie Karten und zählen Punkte. Viele der 260 Teilnehmer spielen das bayerische Kartenspiel schon seit Jahrzehnten, kein Wunder also, dass sie die Karten ohne langes Überlegen auf den Tisch werfen. Ebenso schnell wandern auch die Münzen aus den kleinen blauen Schalen von einem zum anderen. 10erl, 20erl und 50erl sind je nach Spiel fällig. Doch neben dem Geld geht es im Miesbacher Volksfestzelt vor allem um möglichst viele Punkte. Schließlich soll am Ende des Vormittags ein Gewinner gekürt werden, der sich über 1000 Euro freuen kann.

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Die Konkurrenz ist groß, das Teilnehmerfeld bunt gemischt. „Viele Spieler sind schon etwas älter, doch es gibt auch einige junge Leute, die Spaß am Schafkopfen haben“, meint Veranstalter Josef Hundegger. In einigen Teilen Bayerns gebe es leider kaum mehr eine Schafkopfkultur, doch gerade hier im Landkreis sei davon nichts zu spüren. Sogar aus dem Allgäu, aus Nürnberg und Niederbayern sind deshalb einige Teilnehmer gekommen. Und auch immer mehr Frauen melden sich bei den Turnieren an. Zu den jüngsten Teilnehmern im Zelt gehört in diesem Jahr der 16-jährige Max Schäfer. „Gelernt hab’ ich das Spiel von meinen Spezl’n in der Schule“, erzählt der Tölzer. Zum zweiten Mal nimmt er an einem Turnier teil, bisher leider nicht sehr erfolgreich. „Das erste Mal is’ es echt mies glaffa“, sagt er lachend.

Fotos vom Volksfest Miesbach

In der ersten Runde in Miesbach spielt Schäfer mit drei Herren aus dem Landkreis, die allesamt schon einige Jahre Erfahrung haben. Sein Nebenmann Andreas Sturm hat sogar schon ein Turnier in Dorfen gewonnen. Als einziger am Tisch kann er sich über ein Plus auf der Punkteliste freuen. Fragt man die Spieler nach ihrer Taktik, grinsen die meisten nur. „A guads Spiel gehört o’gsogt und a schlechts eben ned“, meint Kaspar Bernrieder aus Elbach. Und eines ist ihm besonders wichtig: „Ma derf weder wuisl’n noch jammern“.

Auch wenn viele vor allem Spaß am Spiel haben wollen: Die meisten Schafkopfer verzichteten auf Bier. Die Konzentration steht vielen ins Gesicht geschrieben. Statt ihre Strategie zu verraten, verteilen sie lieber gute Ratschläge. Doch trotz guter Tipps reicht es für Schäfer auch dieses Mal nicht für eine Platzierung. Schon nach der ersten Runde hat er Minuspunkte gesammelt.

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Mit einer überragenden Leistung von 72 Punkten nach beiden Runden und einem enormen Vorsprung gewinnt letztlich der Schlierseer Josef Wunderle das Turnier. Die Konkurrenten nehmen es gelassen, schließlich wird es für die Meisten nicht das letzte Schafkopfrennen gewesen sein. Und beim nächsten Mal haben sie dann vielleicht auch etwas mehr Glück.

Von Caroline Attlfellner

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