Markt Miesbach, Hundham
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Den Wochenmarkt mit dem schönsten Ausblick gibt es laut Konditor Josef Kameter am Hundhamer Marktplatz. Jeden Mittwochvormittag kommen hierher neun Standbetreiber aus der näheren Umgebung sowie dem Landkreis Rosenheim. Kameter selbst ist von Anfang an, also rund 15 Jahre, mit Süßwaren und Brot am Markt vertreten. Außerdem gibt es für die Kunden unter anderem Obst und Gemüse, handgemachte Korbwaren, regional gehandelte Fleisch- und Wurstwaren sowie einen Griechen, der Oliven, Öl und Seife verkauft. „Es läuft ganz gut bei uns“, sagt der Konditor, „alle sind hochzufrieden.“
Markt Miesbach, Hundham
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Josef Kammerer (Biohof Reiner): „Unsere Kunden ärgern sich, die Parkplätze im Marktwinkl weggefallen sind. Gerade ältere Leute haben hier schnell anhalten können, um unsere schweren Kartoffelsäcke ins Auto zu laden. Jetzt müssen sie ein gutes Stück weiter gehen. Für mich als Händler hat sich nicht viel geändert, ich bin nur ein paar Meter weitergerutscht. Zum Geschäft kann ich erst nach den Ferien was sagen.“
Markt Miesbach, Hundham
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Monika Kern (Gärtnerei Kern): „Statt einem großen Stand haben wir jetzt zwei. Der Hauptteil steht zwischen Wäsche Grabmaier und der Vinothek Brunner, mein kleiner Ableger in der Nähe des Maibaums. Den hab ich aber erst nach langem Kampf bekommen. Ich habe darauf gedrängt, weil wir sonst viel weniger Platz hätten als früher im Zentrum. Immerhin hat man aber im Rathaus auf meinen Wunsch reagiert.“
Markt Miesbach, Hundham
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Tatjana Wudy (Geflügelhof Wurm): „Früher kommen, später fahren, und viel mehr rangieren: Das sind die Auswirkungen unseres neuen Platzes in der Mitte des Marktplatzes. Vor der Umstellung waren wir am Eingang auf Höhe des Wäschegeschäftes Grabmaier. Da konnten wir schon um 12.30 Uhr zusammenpacken. Jetzt müssen wir betteln, dass uns jemand rauslässt. Das ist ein Problem, weil unsere Ware Kühlung braucht.“
Markt Miesbach, Hundham
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Carolin Roith (Feinkost Moser): „Wir spüren schon, dass Leute noch ein bisschen verwirrt sind. Einige finden es schade, dass nicht mehr alle Stände in die Mitte schauen, wo früher immer die Blumen standen. Gerade diese Enge haben die Kunden geliebt. Für uns ist die Drehung gar nicht so schlecht, weil unsere Ware nicht mehr in der prallen Sonne liegt. Dass momentan weniger los ist, liegt an der Urlaubszeit.“

Ärger über weggefallene Parkplätze

Alles neu am Wochenmarkt: Das sagen Kunden und Händler zur Umstrukturierung

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Auch einen Monat nach der Umstrukturierung des Miesbacher Wochenmarkts laufen viele Kunden noch etwas planlos zwischen den Ständen hin und her. Wir haben uns mal umgehört.

Miesbach – Kunden sind Gewohnheitstiere. Sie wollen sich beim Einkaufen schnell zurechtfinden. Das gilt auch für den Miesbacher Wochenmarkt. Seit 1931 bieten jeden Donnerstagvormittag rund 25 Händler aus Nah und Fern ihre frischen Waren an. Viele hatten seit Jahrzehnten ihren festen Platz – bis zur Eröffnung des umgestalteten Marktplatzes vor rund einem Monat. Diese hat ein großes Ständerücken ausgelöst. Mit der Folge, dass viele Kunden erst suchen müssen, bis sie wieder der Obstfrau oder dem Geflügelmann ihres Vertrauens gegenüber stehen.

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Bei einem Bummel hört man, dass sich viele noch nicht recht mit der neuen Struktur anfreunden können. Das hat auch Klaus Riedel vom Marktamt der Stadt Miesbach mitbekommen. „Es muss sich erst alles einspielen“, sagt Riedel. Die meisten Händler seien aber nach anfänglicher Beunruhigung „durchaus positiv“ gestimmt. Auch die Parkplätze, die im Marktwinkl für die Kühl- und Transportfahrzeuge freigehalten werden, würden immer besser angenommen.

Manche Kunden vermissen diese Anfahrtsmöglichkeit aber schmerzlich, wie unsere Umfrage bei den Standbetreibern ergeben hat. „Die Meinungen gehen teils auseinander“, räumt Riedel ein. Die Umgewöhnung werde eine gewisse Zeit brauchen. Positiv werde aber erwähnt, dass die Stände nun „aufgelockert“ seien und man nicht mehr so „hindurchgeschoben“ werde.

Lisa Hilbich, Sprecherin der Initiative Marktplatz, teilt diese Einschätzung. „Ich finde, dass das Einkaufen angenehmer geworden ist“, sagt sie. Das „Jammern“ kann Hilbich daher nicht recht nachvollziehen. Zumal es für eine Bilanz ohnehin viel zu früh sei. In den Ferien sei immer weniger los auf dem Markt.

Auch bei der Stadt sieht man noch keinen Handlungsbedarf. Sollten sich aber nach der Eingewöhnungszeit gewisse Dinge nicht als praktikabel erweisen, sagt Riedel, könne man „durchaus noch etwas nachjustieren“.

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