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Urbanes Bauern-Garteln hat Andrea Groß aus Miesbach perfektioniert: Auf gut zwei Quadratmetern ihres Balkons baut sie Kartoffeln, Tomaten, Radieserl und Salat an. Und auch einen Holzzaun und ein Gartenhütterl gibt’s.

Miesbacherin hat Bauerngarten auf Balkon angelegt

Urbanes Garteln? So geht's in Miesbach

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Miesbach - Ein Garten auf dem Balkon: Geht nicht? Geht doch! Andrea Groß aus Miesbach hat sich diesen Traum erfüllt - Radieserl, Holzzaun und Gartenhütterl inklusive.

Irgendeinem Motto folgt Andrea Groß (41) immer, wenn sie ihren Balkon gestaltet. Bis vor kurzem hieß es Feng Shui, die chinesische Harmonielehre. Jetzt hat die Miesbacherin Qi, Yin und Yang gegen Kartoffeln, Radieserl und Rosmarin getauscht. Andrea Groß hat nämlich einen richtigen Bauerngarten – auf ihrem Balkon. Urbanes Garteln, also der gerade so angesagte Gemüseanbau auf kleinstem Raum, lässt grüßen.

Dass bei Groß überhaupt etwas wächst, ist schon erstaunlich. „Eigentlich mag ich Pflanzen überhaupt nicht.“ Einen Bauerngarten habe sie sich aber schon immer gewünscht. Und da sie keine Grünfläche hat, musste der eben auf ihren Balkon - wie auch immer. „Erst wurde ich von so manchem belächelt.“ Doch den Spöttern hat sie’s gezeigt. Mit ihrem Mann Anton (56) hat Andrea Groß über Monate geplant, getüftelt und gewerkelt. Jetzt wächst auf gut zwei Quadratmetern in mehreren Töpfen Gemüse wie Kohlrabi, Tomaten und Salat. Die Kartoffeln sind inzwischen schon einen Meter hoch. In einer Kiste an der Brüstung gedeiht eine hoffentlich bald bunte Blumenwiese, daneben sprießen Kräuter wie Schnittlauch und Rosmarin. Einen Kastanienzaun, wie er bei einem Bauerngarten üblich ist, gibt’s natürlich auch – in „englischer Ausführung“, also mit abgerundeten Latten, erklärt Groß. „Wenn ich so etwas mache, dann perfekt.“ Das i-Tüpfelchen kommt aber erst noch: Groß’ Vater hat ihr ein Miniatur-Hütterl aus Schwartlingen und alten Dachschindeln gebastelt - plus einem kleinen Fenster mit Bergpanorama davor.

Im Gegensatz zum Feng Shui-Garten soll die Bauernvariante auf jeden Fall ein paar Jahre bleiben. Schließlich seien Planung und Fertigstellung aufwendig gewesen. In dieser Zeit wird Groß auch sicher noch ihren grünen Daume entdecken. „Jetzt machen wir schon noch ein paar Fehler.“ Die gelben Rüben seien beispielsweise zu dicht aneinander gepflanzt. Trotzdem erfüllt der Bauerngarten seinen Zweck – schließlich soll er nicht nur schön aussehen. „Salat haben wir schon geerntet. Er hat geschmeckt.“ Größer werden darf der Garten aber nicht. „Die andere Hälfte des Balkons beansprucht mein Mann. Für seine Hängematte.“

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