Brand Feuer Müller am Baum Miesbach Feuerwehr
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Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften bekämpften die Feuerwehren die Flammen in den mit Altkleidern beladenen Lkw-Anängern im Miesbacher Industriegebiet Müller am Baum.
Brand Feuer Müller am Baum Miesbach Feuerwehr
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Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften bekämpften die Feuerwehren die Flammen in den mit Altkleidern beladenen Lkw-Anängern im Miesbacher Industriegebiet Müller am Baum.
Brand Feuer Müller am Baum Miesbach Feuerwehr
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Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften bekämpften die Feuerwehren die Flammen in den mit Altkleidern beladenen Lkw-Anängern im Miesbacher Industriegebiet Müller am Baum.
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Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften bekämpften die Feuerwehren die Flammen in den mit Altkleidern beladenen Lkw-Anängern im Miesbacher Industriegebiet Müller am Baum.
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Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften bekämpften die Feuerwehren die Flammen in den mit Altkleidern beladenen Lkw-Anängern im Miesbacher Industriegebiet Müller am Baum.
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Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften bekämpften die Feuerwehren die Flammen in den mit Altkleidern beladenen Lkw-Anängern im Miesbacher Industriegebiet Müller am Baum.
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Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften bekämpften die Feuerwehren die Flammen in den mit Altkleidern beladenen Lkw-Anängern im Miesbacher Industriegebiet Müller am Baum.
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Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften bekämpften die Feuerwehren die Flammen in den mit Altkleidern beladenen Lkw-Anängern im Miesbacher Industriegebiet Müller am Baum.

Schaden deutlich über 100.000 Euro

Brandstiftung! Großeinsatz in Müller am Baum war das dritte Feuer in zwei Tagen

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  • Christian Masengarb
    Christian Masengarb
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In Miesbach ist ein Brandstifter unterwegs. Der Großbrand in Mülller am Baum war das dritte Feuer in dem Gewerbegebiet in zwei Tagen. Alle waren gelegt worden.

Update vom 30. September: In der vergangenen Nacht hat es wieder eine Brandstiftung in Müller am Baum gegeben: Brandstifter fackelt Gebäude ab - Kripo ermittelt nach Großeinsatz

Update vom 29. August, 12.30 Uhr: Polizei vermutet Brandstiftung - Drei Feuer in zwei Tagen

Müller am Baum - Was sich bereits angedeutet hatte, ist nun Gewissheit: Der Brand, der am späten Dienstagabend in drei Container mit Altkleidern in einem Industriegebiet in Müller am Baum ausgebrochen war, war die Folge von Brandstiftung. Kein Einzelfall: Wie die Polizei mitteilt, war es das dritte Feuer in dem Gewerbegebiet innerhalb von zwei Tagen. Die Ermittler sind sich sicher: „Alle Brände wurden vorsätzlich gelegt“, schreiben sie in einer Pressemitteilung. Den Gesamtschaden schätzen sie auf deutlich über 100.000 Euro.

Der erste Vorfall geschah am Montagmorgen gegen 4.30 Uhr. Ein Anwohner alarmierte den Notruf wegen starker Rauchentwicklung in einem Holzhaus. Als Feuerwehr und Polizei an dem neu errichteten Blockbohlenhaus ankamen, schlugen ihnen bereits Flammen entgegen. Den Brand konnten sie zwar löschen. Das Holzhaus wurde aber so stark beschädigt, dass es abgerissen werden muss. Der Schaden beträgt rund 40.000 Euro.

Die Ermittler hatten als Brandursache zunächst einen technischen Defekt vermutet, der zu einem Kabelschmorbrand führte. Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellten Beamte der Kripo Miesbach jedoch fest: Das Holzhaus wurde angezündet.  

Bereits am Dienstagabend gegen 22.30 Uhr rückten die Rettungskräfte erneut nach Müller am Baum aus. Wie berichtet, standen drei Container in Vollbrand. Das Feuer drohte auf einen vierten Container, einen Lkw und eine Lagerhalle überzugreifen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften, darunter über 120 Feuerwehrmänner, war nötig, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.

Bereits Dienstagnacht nahmen der Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim und die Kripo Miesbach die Ermittlungen auf. Wieder stellten die Fahnder schnell fest: Der Brand wurde vorsätzlich gelegt. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen über 80.000 Euro.

Im Zuge der Ermittlungen deckten die Fahnder eine weitere Brandstiftung auf. In der Zeit von Dienstag, 16.30 Uhr, bis Mittwoch, 06.30 Uhr, hatte jemand in unmittelbarer Nähe des zweiten Brandorts versucht, ein Zugangstor zu einem Firmengelände anzuzünden. Es fing aber nur kleiner Teil der Holzverschalung Feuer und erlosch von selbst. Auch hier fanden die Beamten eindeutige Hinweise auf Brandstiftung. Der Sachschaden ist gering.

Die Kripo Miesbach bittet nun um die Hilfe der Bevölkerung. Wer in den letzten Tagen, insbesondere seit Montagmorgen, im Bereich Müller am Baum etwas Verdächtiges gesehen hat - besonders verdächtige Personen oder Fahrzeuge - oder sonst Hinweise zu den Vorfällen geben kann, soll sich unter der Telefonnummer 08025/2990 melden.

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Artikel vom 28. August: Großeinsatz in Müller am Baum: Lkw-Anhänger mit Altkleidern in Vollbrand

Müller am Baum - Als die Feuerwehr Wies in Müller am Baum eintraf, schlugen bereits die Flammen aus den mit haufenweise Altkleidersäcken gefüllten Containern. Dichter Rauch quoll zwischen den Ladetüren hervor, das Feuer hatte sich schon durch die Abdeckplanen gefressen. Ein Blick genügte Kommandant und Einsatzleiter Alois Fuchs jun., um die Hauptgefahr des Großbrands auszumachen. Direkt neben den geparkten Anhängern standen zwei Lkw. Um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern, und damit eine mögliche Explosionsgefahr durch den Diesel in den Tanks auszuschließen, ließ Fuchs seine Truppe nach dem Ausrollen der Schläuche die sogenannte „Riegelstellung“ bilden. Mit dem Löschwasser aus ihren Fahrzeugen erzeugten die Einsatzkräfte eine Wasserwand, um die Zugmaschinen vor dem Überschlagen der Flammen zu schützen.

120 Feuerwehrler im Industriegebiet

Der erste Alarm ging am Dienstagabend gegen 22.30 Uhr. „Kleinbrand in Müller am Baum.“ Nur zwei bis drei Minuten später, so Fuchs, wurde die Lage bereits hochgestuft. Der Großeinsatz nahm seinen Lauf. Nach der Feuerwehr Wies trafen auch die Mannschaften aus Wall, Miesbach, Agatharied, Dürnbach und Tegernsee ein. Rund 120 Mann waren laut Kreisbrandrat Anton Riblinger vor Ort. Die große Zahl an Einheiten erklärt Riblinger unter anderem mit der Lage des Einsatzortes. Zwar standen die brennenden Auflieger auf einem Parkplatz im Freien, dennoch sei ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Lagerhallen anfangs nicht auszuschließen gewesen. Dies wiederum hätte in einem Industriegebiet wie Müller am Baum schwerwiegende Folgen haben können.

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Doch durch den laut Fuchs gut koordinierten Löscheinsatz kam es nicht so weit. Sogar die Lkw habe man retten können. „Die waren nur ganz leicht angekokelt“, sagt der Kommandant. Der eiligst verständigte Eigentümer der Fahrzeuge habe diese dann weggefahren, um den Feuerwehren den Zugang zu den brennenden Altkleidern zu erleichtern. Nachdem deren Löschtanks leer waren, pumpten sie Mangfallwasser aus den in Müller am Baum verlaufenden Werkskanälen. „Zum Glück waren die nicht ausgetrocknet“, sagt Fuchs. Im vergangenen Jahr sei genau dies der Fall gewesen. „Da wäre es brenzlig geworden“, meint Fuchs. Eine öffentliche Wasserversorgung mit Hydranten gebe es im Industriegebiet nämlich nicht.

Lkw-Anhänger mit Altkleidern in Vollbrand

Nicht nur deshalb bereitet dem Kommandanten der Brandschutz in Müller am Baum seit Jahren Kopfzerbrechen. Das Geflecht aus bisweilen stark veralteten Lagerhallen und engen Zufahrtsstraßen erschwere der Feuerwehr die Arbeit. „Ein Pulverfass“, sagt Fuchs. Zwar habe sich die Situation seit der jüngsten Brandschau deutlich verbessert, optimal sei sie aber noch lange nicht.

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Entsprechend erleichtert ist der Einsatzleiter, dass in der Nacht von Dienstag nach Mittwoch alles reibungslos abgelaufen ist. Mit vereinten Kräften und jeder Menge Wasser sei es den Feuerwehren gelungen, die brennenden Altkleidersäcke abzulöschen. Um auch jedes Glutnest zu erwischen, organisierten die Einsatzkräfte den Besitzer eines in der Nähe abgestellten Baggers, der das Brandgut mit seiner Schaufel auseinanderzog. Wenigstens in diesem Punkt war der Einsatzort im Industriegebiet also von Vorteil.

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Noch in der Nacht nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Die Schadenshöhe beläuft sich laut Carolin Hohensinn, Pressesprecherin am Polizeipräsidium Oberbayern Süd, nach einer ersten Schätzung auf mindestens 50.000 Euro. Personen waren laut Feuerwehr zu keiner Zeit in Gefahr. Die ebenfalls ausgerückten Rettungskräfte des Roten Kreuzes mussten also nicht eingreifen. Noch völlig unklar war am Mittwoch die Ursache des Feuers. Eine Selbstentzündung von Altkleidern in einem verschlossenen Anhänger, so die einhellige Meinung am Einsatzort, sei aber äußerst unwahrscheinlich.

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