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Bauland für die Zentrale des neuen Produkts: An dieser Ecke will Luye Pharma das Gebäude errichten, in dem ein neues Präparat aus China produziert werden soll.

Pharma-Unternehmen plant Neubau im Gewerbegebiet Miesbach-Nord

Luye plant Zentrale für neues Präparat 

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Der chinesische Pharmahersteller Luye will seinen Standort in Miesbach vergrößern. Geplant ist ein weiteres Gebäude im Gewerbegebiet Nord Am Windfeld.

Das zweigeschossige Gebäude soll auf dem Eckgrundstück mit der Hausnummer 29 entstehen. Um die Fläche optimal nutzen zu können, will das Unternehmen auch den angrenzenden Grünstreifen, der der Stadt Miesbach gehört, erwerben. Am Dienstagabend stellten Firmenvertreter und Planer im Bauausschuss das Projekt vor.

Chinesisches Pharma-Unternehmen Luye plant Zentrale für neues Präparat 

Es ist ein neues Präparat, das aus China stammt und in Spritzenform auf den Markt kommen soll. Näheres will das Unternehmen derzeit noch nicht preisgeben, nur so viel: Man stehe noch ziemlich am Anfang. Immerhin ist geplant, dass das neue Gebäude Am Windfeld die Zentrale dafür werden soll – das Headquarter für Europa und USA. Dort soll das Präparat, das sich noch in der Entwicklung befindet, auch produziert werden.

Bereits 2016, als der Schweizer Generikaentwicklers Acino sein Geschäft mit Heilpflastern – den sogenannten transdermalen therapeutischen Systemen – für umgerechnet rund 245 Millionen Euro an die Luye Pharma Group mit Sitz in Hongkong verkauft hat, hatten die neuen Eigentümer bei der Stadt gefragt, ob der Kauf des 270 Quadratmeter großen Ecks möglich sei – bei der Stadt zeigte man sich offen, wie Bauamtsleiter Lutz Breitwieser berichtete. Einziges Problem seien die im öffentlichen Grund verlegten Leitungen. Hierbei müsse geklärt werden, ob deren Betreiber sich mit Dienstbarkeiten zufrieden geben oder darauf bestehen, im öffentlichen Boden zu verbleiben – dann sei eine Verlegung nötig.

Einblick in Produktionshalle mit Robotern

Das neue Gebäude ist mit Erdgeschoss (Produktion), erstem Obergeschoss (Verpackung und Minilabor) und darüber einem zurückgesetzten Penthouse vorgesehen, in dem die Haustechnik untergebracht werden soll. Hinzu kommen im ersten Untergeschoss eine Tiefgarage für die neuen bis zu 20 Mitarbeiter sowie im zweiten Untergeschoss Produktionsanlagen. Spannend ist, was Luye im Erdgeschoss plant, denn dort wird überwiegend mit Robotern produziert, was dank viel Verglasung auch zu sehen sein soll.

Die Verbindung zum benachbarten Gebäude der Firma soll via Skywalk erfolgen. Der Verbindungsgang soll im ersten Stock angelegt werden. Ein zweiter Verbinder ist im ersten Untergeschoss vorgesehen. Mit einer Grundflächenzahl von 0,72 bleibe der Bau unter der Höchstgrenze.

Bauausschussmitglieder reagieren positiv

Bei den Ausschussmitgliedern kam das Projekt gut an. Vor allem Markus Baumgartner (CSU) gefiel die Idee des Skywalks so gut, dass er diese auch für die Überbrückung der Seitenstraße Am Windfeld ins Spiel brachte, die zwischen den beiden Firmengebäuden verläuft.

Um die Pläne Wirklichkeit werden zu lassen, muss der Bauausschuss den bestehenden Bebauungsplan „Gewerbegebiet Miesbach-Nord“ ändern und anpassen. Der Bauausschuss stimmte dem Einstieg ins Änderungsverfahren einstimmig zu. Immerhin hört man es im Miesbacher Rathaus gern, wenn die angespannte Finanzlage der Kreisstadt nach dem jüngsten Einnahmeneinbruch durch erfolgreiche Produkte mittelfristig auf Entlastung hoffen darf.

ddy

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