Krankenhaus Agatharied im Corona-Modus.
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Das neue Corona-Testzentrum im Landkreis Miesbach wird auf dem Gelände des Krankenhauses Agatharied entstehen. Es soll demnächst starten und mindestens bis Jahresende in Betrieb bleiben.

Landkreis plant „Drive-Through“-Zentrum auf Krankenhaus-Areal

Corona-Teststation kommt nach Agatharied

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Das neue Corona-Testzentrum im Landkreis Miesbach entsteht auf dem Gelände des Krankenhauses Agatharied. Wie das Landratsamt am Montag (31. August) mitteilte, sei geplant, die „Drive-Through“-Station dort aufzubauen und zu betreiben.

Landkreis – Vermutlich werden für das neue Landkreis-Testzentrum in Agatharied Container zum Einsatz kommen. Wann der Betrieb anläuft, ist noch unklar.

Die neue Station ist Teil einer von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigten, bayernweiten Corona-Strategie, um rechtzeitig zum Schulbeginn die Reihentestungen von Lehren, Schulpersonal und Erzieherinnen zu bewältigen und mögliche Infektionsherde durch Reiserückkehrer zu verhindern. Jeder bayerische Landkreis war gefordert, eine solche Station einzurichten.

Die Station am Krankenhaus Agatharied, so ist es geplant, können die Probanden im Auto durchfahren („Drive-Through“). Allerdings betont Landratsamts-Sprecherin Beate Faus, dass die neue Station nicht auf gut Glück anfahrbar ist wie die Testzentren an Autobahnen, Flughäfen oder großen Bahnhöfen. Nur wer von seinem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt einen Termin bekommt, wird abgestrichen.

200 bis 300 Personen können täglich abgestrichen werden

Ausgelegt ist die neue Landkreis-Teststation in Agatharied auf 200 bis 300 zu testende Personen pro Tag. Bis Ende des Jahres soll der Betrieb laufen. Die Kosten trägt der Freistaat. Durchgeführt werden die Test von niedergelassenen Ärzten.

Indessen entspannt sich die Infektionslage in Holzkirchen und Otterfing. Laut Faus ergaben die am 27. August genommenen Abstriche in der Holzkirchner Gemeinschaftsunterkunft Münchner Straße 20 keine weiteren Treffer, so dass die Bewohner am Wochenende aus der Quarantäne entlassen wurden. Auch die Testergebnisse der 23 Männer, die schon seit 30. Juli in der Asylbewerberunterkunft im Otterfinger Pitzarweg unter Kontaktsperre standen, waren wiederholt ohne Befund, was auch hier die Aufhebung der Quarantäne ermöglichte. „Die Zäune müssen noch abgebaut und abgeholt werden“, sagte Faus.

Nur noch eine Unterkunft unter Quarantäne

Entwarnung auch für eine weitere, kleinere Holzkirchner Unterkunft im Ortszentrum: Die zwei ursprünglich positiv getesteten Personen gelten gemäß der Kriterien des Robert-Koch-Instituts als nicht mehr infektiös. Ihre beiden Mitbewohner waren zuletzt ebenfalls negativ getestet worden.

Die Bewohner der Unterkunft in der Münchner Straße 18 müssen sich dagegen weiter in Geduld üben. Die Quarantäne gilt noch – mit Ausnahme der zwei bislang nachweislich positiv getesteten, jedoch nicht mehr infektiösen Personen. Die übrigen Bewohner, die als Kontaktpersonen der Kategorie 1 gelten, wurden gestern erneut abgestrichen.

Drei neue Fälle am Wochenende

Übers Wochenende kamen im Landkreis drei Personen hinzu, die sich mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt haben. Als aktive Fälle führt das Gesundheitsamt Miesbach damit 24 Fälle. Seit Beginn der Pandemie wurden 668 Landkreisbürger positiv auf das neuartige Virus getestet.

Weitere Informationen zur Corona-Situation im Landkreis finden Sie hier.

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