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Lehrer unterrichten Lehrer: Weil die Schüler fehlten, berieten die Lehrer der Realschule Tegernseer Tal gestern etwa darüber, wie sie den Unterricht verbessern können. Informatiklehrer Stefan Weber (l.) erklärte hier Kollegen die Passwortvergabe.

Rektoren optimistisch

Miesbach: Die Ferien sind sicher - So geht es in der Schule weiter

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Im Landkreis Miesbach wird seit heute morgen wieder unterrichtet. Der Ausfall hat die Gerüchteküche angeheizt. Wir erklären, was Schüler und Eltern wissen müssen.

Miesbach– Selbst die Schüler sind froh, dass die schulfreie Zeit vorbei ist – behauptet Tobias Schreiner, Schulleiter der Realschule Tegernseer Tal. Ob die Schüler das auch so sehen oder nicht: Heute müssen sie erstmals in diesem Jahr zum Unterricht antreten. Nach sieben schulfreien Tagen hat das Landratsamt die wetterbedingten Zwangsferien beendet. Doch die Gerüchteküche brodelt: Ersticken die Schüler im Prüfungsstress? Werden jetzt die Sommerferien verkürzt? Wir haben vier Schulleiter im Landkreis befragt.

Miesbach: Werden die Ferien gekürzt?

Die Ferien sind sicher, versichern die Schulleiter übereinstimmend. Auch Aktionstage und Skilager werden wie geplant durchgeführt. Wochenendunterricht wird es nicht geben. „Wir wollen die Schüler nicht doppelt bestrafen“, sagt Rainer Dlugosch, Schulleiter des Gymnasiums Miesbachs. „Könnten wir nicht sieben Tage Ausfall kompensieren, hätten wir den falschen Job.“ Zu einer Falschmeldung, wonach die Sommerferien verkürzt werden, sagt Dlugosch: „Die Nachricht ist eine Frechheit. Sie entbehrt jeglicher Grundlage.“ Die vermeintliche Mitteilung des Landratsamts hatte sich gestern über die sozialen Medien verbreitet. Die Behörde freilich distanziert sich und kann darüber gar nicht lachen: „In Anbetracht der derzeitigen Ausnahmesituation ist die Verbreitung von Fake-News und das damit verbundene Schüren von Unsicherheit mehr als unangebracht.“

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Schaffen die Schulen den Lehrplan noch?

Der Lehrplan biete genügend Luft, um die schulfreie Zeit aufzufangen, sagt Schreiner: „Schüler, die ein Thema genauer besprechen möchten, können unsere freiwilligen Zusatzangebote nutzen oder sich direkt an ihre Lehrer wenden.“ Auch Sabine Bösl, Rektorin der Quirin-Regler-Grundschule Holzkirchen, will vorerst ganz normal weiter unterrichten lassen: „Wir haben genügend Zeit, den Stoff nachzuholen.“ Ihre Kollegen setzen auf ähnliche Lösungen. Dlugosch: „Am Ende des Schuljahres werden alle im Kasten haben, was der Schulplan fordert.“

Steigt derPrüfungsstress?

Laut den Schulleitern nicht. An der Realschule in Gmund wurden die Prüfungstermine eine Woche nach hinten verschoben – fünf ohnehin fast prüfungsfreie Tage machten es möglich. Dadurch bleiben die Abstände zwischen den Prüfungen wie gehabt. Schreiner garantiert: „Auf keinen Fall werden die Schüler schlechter vorbereitet in die Prüfungen gehen.“

Etwas mehr Stress erwartet dagegen die Schüler am Beruflichen Schulzentrum Miesbach. Dort fielen Prüfungen der Handwerkskammer aus, sie müssen später eingeschoben werden. „Ein lösbares Dilemma“, findet Schulleiter Martin Greifenstein. Er überlegt, den Lehrplan bei Bedarf auf prüfungsrelevante Themen zu konzentrieren. Diese Option halten sich auch Gymnasien und Realschulen offen.

Was haben die Lehrervorige Woche getan?

Für Lehrer gibt es kein schulfrei. An der Realschule Tegernseer Tal unterrichteten sie sich gestern gegenseitig, etwa darin, wie sie Apps im Sprachunterricht einsetzen können. Die Lehrer der Quirin-Regler-Grundschule planten die Stoffverteilung für die kommenden Tage.

Unterstützen dieSchulleiter den Ausfall?

Ja. „Die Arbeit im Landratsamt lief vorbildlich“, sagt Schreiner, selbst Mitglied der Entscheidungsgruppe. „Früher hätten wir nicht weitermachen können, weil wir Hof und Schuldach freischaufeln mussten“, sagt Bösl. Viel länger hätte der Unterrichtsausfall allerdings auch nicht dauern dürfen, betont Dlugosch. Weil er am Gymnasium die Prüfungen nicht verschieben könne, wäre die Vorbereitung sonst eng geworden.  

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mas

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