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Hier blüht Bienen, Hummeln & Co. bald was: Unterhalb der Trachtenhütte legten Mitglieder von Bund Naturschutz ud Gartenbauverein, Trachtlern und Grünen eine Bienenweide an.

Neue Bienenweide im Waitzinger Park in Miesbach

Garteln für eine neue Insekten-Heimat

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Eine kleine Wiese rettet noch nicht die Artenvielfalt, doch sie ist ein guter Anfang. Diesen Schritt haben nun mehrere Vereine in Miesbach mit dem Bauhof gemacht. 

Unter dem Motto „Miesbach blüht auf“ haben sich an die zehn Vertreter vom Ortsverband der Grünen und des Bunds Naturschutz getroffen, um auf der öffentlichen Fläche vor dem Trachtenheim am Waitzinger Park eine Bienenweide anzulegen – für mehr Artenvielfalt auf Miesbachs öffentlichen Flächen. Unterstützt wurde die gemeinschaftliche Aktion von Gartenbauverein und Trachtenverein.

Unter fachlicher Anleitung von Karin Bracher (IG Fritz-Freund-Park) wurde der Boden vorbereitet für die Blühfläche. In etwa zwei Wochen soll dann gesät werden. Das Saatgut dafür stellen der Gartenbauverein und die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt zur Verfügung.

Saatgutmischung von der Landesanstalt

Verwendet wird dabei die Saatgutmischung „Veitshöchheimer Bienenweide“, die die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau als insektenfreundliche Blühpflanzenmischung entwickelt hat. Sie besteht aus 47 Arten. Die Gesamtstandzeit beträgt fünf Jahre.

Die Aktion zur Bienenweide fand im Rahmen des städtischen Ramadama statt (wir berichteten). Die Idee dazu entstand wiederum bei einer Ortsbegehung zum Thema „Insektenfreundliche Flächen auf öffentlichem Grund“, die Grünen-Stadträtin und Ortsvorsitzende Astrid Güldner angeregt hatte. Das Ziel: öffentliche Flächen finden, auf denen insektenfreundliche Biotope entstehen können. Dabei war die Blühwiese nicht das einzige Projekt. So regte Arno Jäger, Kreisfachberater am Landratsamt, an, die Fläche auf dem Wasserreservoir im Fritz-Freund-Park künftig nur extensiv zu bewirtschaften und nur einmal im Jahr zu mähen. „Aufgrund des hohen Gräser-Anteils wird hier wohl keine bunte Blühwiese entstehen“, erklärte Jäger. Aber aus naturschutzfachlicher Sicht sei das das Beste, was man auf solchen Flächen machen könne, auch wenn das Gras etwas wilder aussehe und innerhalb der Siedlung nicht jedem gefalle.

Weitere Projekte in Miesbach

Und damit nicht genug: Zwischen dem Waitzinger Keller und dem AOK-Parkplatz ist eine Fläche aufgrund des Wegebaus derzeit nicht bepflanzt. Hier soll der städtische Bauhof eine insektenfreundliche mehrjährige Blühmischung ausbringen. Zudem ist geplant, auf dem Steifen am Habererplatz zwischen Parkplatz und Gehweg einen insektenfreundlichen Blumenschotterrasen anzusäen. Und nicht zuletzt erblühen auch heuer wieder auf den Verkehrsinseln der Kreisstadt bunte Wildblumen. Darüber hinaus soll auch geprüft werden, ob der Streifen entlang der Friedhofsmauer ebenso genutzt werden kann, berichtet Güldner. So blüht Miesbach richtig auf.

ddy


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