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Sind gefragt: die Busse der RVO GmbH, hier bei Gmund. Kostenlose Fahrten für Schüler und Senioren sowie gratis WLAN sollen sie noch attraktiver machen. 

Spezielle Angebote für Schüler und Senioren

Gratis-Tickets, freies WLAN: Kommt 2019 die Bus-Revolution im Landkreis?

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Das Busfahren im Landkreis soll deutlich attraktiver werden - und das schon ab 2019. Neben kostenlosem Wifi sind auch Gratis-Tickets für Schüler und Senioren geplant.

Landkreis – Die Revolution des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis kommt schrittweise. Bis sie die Bürger im eigenen Alltag spüren, wird es noch ein bisschen dauern. Doch hinter den Kulissen laufen die Arbeiten an der Fortschreibung des Nahverkehrsplans auf Hochtouren. Parallel sollen neue Angebote das Busfahren im Landkreis schon im kommenden Jahr spürbar attraktiver machen, wie Peter Schiffmann, Leiter des Fachbereichs Mobilität am Landratsamt und Mitglied der gleichnamigen Zukunftswerkstatt, nun in der Kreistagssitzung berichtete.

Davon profitieren sollen alle Altersgruppen. Bereits am 1. März könnte das Oberlandler Schülerticket an den Start gehen, wie Landratsamtspressesprecher Birger Nemitz auf Nachfrage mitteilt. Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Projekt der Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau und soll Schülern ermöglichen, mit ihren Fahrkarten in die Busse im gesamten Oberland einsteigen zu können. Täglich ab 14 Uhr, an Wochenenden und in den Ferien sogar rund um die Uhr. Aktuell finden dazu noch letzte Abstimmungen statt, teilt Nemitz mit. Auch der Wirtschaftsausschuss muss noch darüber entscheiden.

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Gleiches gilt für das Seniorenticket, das ebenfalls ab 1. März erhältlich sein soll. Es soll allen Bürgern ab 60 Jahren eine kostenfreie Nutzung der RVO-Busse bieten, sofern diese – wohlgemerkt freiwillig – auf ihre Fahrerlaubnis verzichten. Ein reines Lippenbekenntnis reicht dazu aber nicht aus, teilt Nemitz mit. Tatsächlich müssen die Senioren ihren Führerschein abgeben, um in Genuss des Gratis-Tickets zu kommen.

An keine Bedingungen geknüpft ist hingegen das kostenlose WLAN-Angebot, das im kommenden Jahr in den Bussen der RVO eingeführt werden soll. Der Freistaat fördere die Installation in 20 Fahrzeugen pro Landkreis, so Nemitz. Für eine 90-prozentige Abdeckung müssten im Landkreis Miesbach aber 35 Busse mit der Technik ausgerüstet werden. Einen entsprechenden Antrag für eine Projektlaufzeit von zwei Jahren bereite die Kreisverwaltung gerade vor.

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Nicht neu, sondern eher eine Wiederbelebung ist das vierte Verkehrsprojekt für 2019: die Reaktivierung von Busverbindungen nach Österreich. Während Kreuth mit einem Bergsteigerbus liebäugelt, wollen Fischbachau und Bayrischzell eine Linie nach Thiersee und Kufstein etablieren, um den geplanten, grenzüberschreitenden Themenwanderweg zu ergänzen.

Was sich die Bürger sonst noch von den öffentlichen Verkehrsmitteln im Landkreis wünschen, wird derzeit mit einer Umfrage ermittelt (wir berichteten). Noch bis Donnerstag, 15. November, lassen sich die Fragebögen online sowie an öffentlichen Stellen wie Rathäuser, Krankenhaus, Kundencenter der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) oder Tourist-Infos oder Seniorenheime ausfüllen. Bis Mitte Oktober seien 270 Rückmeldungen eingegangen, teilte Schiffmann im Kreistag mit. Nemitz betont auf Nachfrage, dass es weniger um die Zahl, als vielmehr um die Qualität der Antworten gehe. Die eigentliche Bestandsaufnahme für den Nahverkehrsplan in Form von Daten zu Raumstruktur, Soziodemografie und Verkehrsnachfrage sei bereits erhoben und weitestgehend aufbereitet; die Haltestellenerfassung sei abgeschlossen. Auch die Informationen zum ÖPNV-Angebot würden in Kürze vorliegen, so Schiffmann. Am 27. November soll der Zwischenstand im Wirtschaftsausschuss vorgestellt und diskutiert werden, am 19. Dezember im Kreistag.

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