Verschärfte Regeln: Künftig sollen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen nicht mehr auf der Waitzinger Wiese abgestellt werden dürfen. Auch abgehängte Anhänger sind dann untersagt.
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Verschärfte Regeln: Künftig sollen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen nicht mehr auf der Waitzinger Wiese abgestellt werden dürfen. Auch abgehängte Anhänger sind dann untersagt.

Neue Regelung für den Gratis-Parkplatz

Miesbach greift durch: Park-Aus für Schwergewichte und Anhänger auf der Waitzinger Wiese

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Der Miesbacher Bauausschuss hat nun die Regeln festgelegt, die künftig die Benutzung der Waitzinger Wiese als Parkplatz definieren sollen. Dabei will die Stadt vor allem Lkw und Anhänger von der Volksfestwiese fernhalten. Jedoch will man mit Augenmaß vorgehen – vor allem bei der zulässigen Fahrzeughöhe.

Miesbach – Der Ortstermin zusammen mit der Straßenverkehrsbehörde, Bauhof und Tiefbauamt hat der Stadt bestätigt: Geordnetes Parken war in letzter Zeit auf der Waitzinger Wiese nicht möglich. Zusammen mit dem Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum, der die Verkehrsüberwachung in der Kreisstadt übernimmt, und der Polizei wurde ein Maßnahmenkatalog besprochen, über den der Bauausschuss nun zu entscheiden hatte.

Wie berichtet, sieht sich die Stadt gezwungen, die Fülle an Fahrzeugen, die auf der Volksfestwiese regelmäßig abgestellt wird, zu ordnen und auszusieben. Nach der ersten Beratung im Januar habe es aus der Bevölkerung einige Beschwerden gegeben, berichtete Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU). Dies sei in die Bewertung der diskutierten Maßnahmen eingeflossen.

Wie Verkehrssachbearbeiterin Nicki Meyer erklärte, sollen vor allem die schweren Fahrzeuge verschwinden. Deshalb sieht die neue Regelung vor, dass Pkw, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässig sein sollen. Lkw und Busse über diesem Grenzwert seien nicht mehr zulässig.

Anhänger ohne Auto werden untersagt

Verboten sind künftig auch Autoanhänger, die allein abgestellt werden. Davon sind auf der Waitzinger Wiese einige zu finden. Künftig dürfen Anhänger nur dort abgestellt werden, wenn sie mit einem zulässigen Fahrzeug verbunden sind.

Für Hedwig Schmid (SPD) ist die Wohnmobil-Regelung nicht konsequent genug: „Wer sich so ein Fahrzeug leisten kann, muss sich auch um einen Stellplatz kümmern, statt es nur dort abstellen. Da will ich es nicht haben.“

Camping verboten

Doch so einfach ist das Thema nicht zu bewerten, erklärte Bauamtsleiter Lutz Breitwieser: „Man muss da durchaus unterscheiden. Es gibt auch Leute, die einen VW-Bus California als Hauptfahrzeug fahren.“ Ebenso gebe es Leute aus Nachbargemeinden, die die Volksfestwiese zum abstellen nutzen, oder Touristen, die dort campen. Deshalb sei es sinnvoll, ein Schild aufzustellen, dass deutlich macht, dass das Campen dort untersagt sei.

Gewissen Bereich kostenpflichtig freigeben?

Für Stefan Griesbeck (CSU) gibt es keinen Grund, dort das Gratis-Abstellen von Fahrzeugen über mehrere Wochen zu erlauben. „Wir sollten deshalb über eine zeitliche Begrenzung nachdenken. Nirgends ist das kostenfrei.“ Seine Fraktionskollegin Verena Assum stellte zur Diskussion, ob man nicht einen „gewissen Bereich“ kostenpflichtig freigeben solle, wo man Anhänger oder Ähnliches abstellen könne. „Wo sollen sie denn sonst hin?“

Höhenbegrenzung als Feinjustierung

Letztlich, so stellte Breitwieser fest, sei es eine Frage der Justierung. „Wir haben in der Vergangenheit auch andere Parkmöglichkeiten reduziert mit Verweis auf die Waitzinger Wiese als Ersatz.“ Zudem dürfe man Anwohner und Geschäftsleute nicht vergessen.

Das Instrument zum Feinjustieren soll künftig die Höhenbegrenzung übernehmen. Ob sie bei 2,50 und 2,70 Metern liegt, solle der Praxistest ergeben. Um hierbei möglichst flexibel zu sein, wurde die Höhenbegrenzung nicht ausdrücklich in den Beschluss aufgenommen. Dieser wurde mehrheitlich gegen die Stimmen von Schmid und Griesbeck beschlossen.

ddy

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