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Großeinsatz bei Miesbacher Polizei: Gruppe will mit Gewalt Festgenommenen freibekommen - Sprecher nennt Details

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Von: Sebastian Grauvogl

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Polizeieinsatz auf der Waitzinger Wiese.
Polizeieinsatz auf der Waitzinger Wiese. © Thomas Plettenberg

Auf der Waitzinger Wiese in Miesbach ist es am Dienstag zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Auslöser war eine Festnahme wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch.

+++ Update 11. August +++

Der Großeinsatz auf der Waitzinger Wiese in Miesbach, bei dem eine Familie versuchte, mit Gewalt einen Angehörigen freizupressen, der des sexuellen Missbrauchs eines Kindes verdächtigt wurde, hat für Aufsehen gesorgt.

Lesen Sie die komplette Geschichte noch einmal hier bei Merkur.de.

+++ Update 17.30 Uhr +++

Die Polizei hat nun auch die Einsatzstärke mitgeteilt: In der Spitze waren 135 Beamte in Miesbach vor Ort, dazu 30 Kräfte des BRK.

+++ Update 17 Uhr +++

Nun steht auch fest, auf was sich die Mitglieder der Großfamilie nach ihrer Randale bei der Polizei gefasst machen müssen. Wie Polizeipressesprecher Stefan Sonntag mitteilt, wird gegen die vier Rädelsführer der Gruppe wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Der Einsatz habe sich mittlerweile zurück auf die Polizeidienststelle verlagert, wo die Aufnahme der Personalien der „durchreisenden“ Familienmitglieder weiterläuft.

+++ Update 16.30 Uhr +++

Weitere Details zur Auseinandersetzung zwischen der Großfamilie und der Polizei wurden bekannt: So hätten die Mitglieder der Familie bei ihrem Versuch, in die Dienststelle einzudringen, eine Tür aus den Angeln gerissen. Durch den dann folgenden Schlagstock- und Pfefferspray-Einsatz der Polizei habe es aufseiten der Familie leichtere Verletzungen gegeben. Der verletzte Polizist habe einen Faustschlag erlitten. Anfängliche Informationen, wonach der 22-jährige Tatverdächtige ohne Haftbefehl entlassen werden sollte, haben sich zwischenzeitlich als falsch herausgestellt. Der Mann befindet sich weiter in Polizeigewahrsam (siehe korrigiertes Update 15 Uhr).

+++ Update: 15 Uhr +++

Neuigkeiten gibt es auch zum eigentlichen Auslöser des Großeinsatzes, den Verdacht auf sexuellen Missbrauch eines Kindes im Kindergartenalter durch den 22-jährigen Tatverdächtigen. Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, bestehe aus Sicht der Staatsanwaltschaft dringender Tatverdacht. Man habe Haftbefehl beantragt, sagte eine Sprecherin der Behörde. Einem Haftrichter vorgeführt wurde der Mann bis Dienstagnachmittag zunächst aber noch nicht. Er blieb vorerst in Polizeigewahrsam.

+++ Update: 14.30 Uhr +++

Der Einsatz dauert immer noch an. Die Lage ist laut Polizeipressesprecher Martin Emig aber unter Kontrolle. Bei der Überprüfung der Personen werde routinemäßig auch überprüft, ob Vorstrafen vorliegen oder eine Verbindung zu anderen Delikten besteht. Der aktuelle Straftatbestand lautet Landfriedensbruch und möglicherweise auch der besagte Angriff auf einen Polizeibeamten.

Abgesperrte Waitzinger Wiese in Miesbach.
Abgesperrt: die Waitzinger Wiese in Miesbach. © Thomas Plettenberg

+++ Update: 14 Uhr +++

Die genaue Einsatzstärke der Polizei ist noch nicht bekannt. Laut Pressesprecher Martin Emig sind aber Kräfte aus dem gesamten Landkreis Miesbach sowie der Polizeipräsidien Rosenheim und München in die Kreisstadt geeilt. Auch ein Unterstützungskommando (USK) der Bundespolizei rauschte heran. Hundeführer waren ebenfalls vor Ort. Die schwere Schutzausrüstung - einige Polizisten trugen sogar Kettenhemden und -hosen sowie lange Stöcke - begründet Emig mit der notwendigen Eigensicherung der Beamten. Man habe nicht ausschließen können, dass Teilnehmer der Gruppe beispielsweise mit Messern bewaffnet seien. Konkrete Hinweise darauf gebe es aber bis dato nicht. Auch eine Flucht von einzelnen Beteiligten in einem Fahrzeug habe man anfangs in Betracht ziehen müssen. Der Hubschrauber sei verständigt worden, um die Lage zu beobachten und zu dokumentieren.

Alle weiteren Nachrichten aus dem Landkreis Miesbach finden Sie auch auf dem Portal des Miesbacher Merkurs.

Festnahme wegen sexuellen Missbrauchs: Polizei in Miesbach gibt nach Großeinsatz Details bekannt

+++ Update: 13.50 Uhr +++

Mittlerweile ist der Hubschrauber wieder abgedreht. Dafür sind nun weitere Details bekannt, wie es überhaupt zur Eskalation der Situation kam. Wie Polizeipressesprecher Martin Emig auf Nachfrage mitteilt, wurde der Polizei am Montagabend ein sexueller Missbrauch zum Nachteil eines Kindes an einer öffentlichen Toilette in Hausham gemeldet. Vor Ort nahmen die Beamten dann den Tatverdächtigen, einen 22-jährigen rumänischen Staatsbürger, fest und brachten ihn aufgrund der Schwere der Vorwürfe in eine Arrestzelle der Miesbacher Polizei. Dort habe der Mann dann die Nacht verbracht.

In der Früh holte die Kripo im Zuge ihrer Ermittlungen dann das Kind mit seiner Mutter, die beide mit dem Tatverdächtigen verwandt sind, zur Befragung in die Dienststelle in Miesbach. Plötzlich aber marschierte eine Gruppe von circa 20 bis 25 Personen vor dem Gebäude auf, um den 22-Jährigen aus dem Arrest zu befreien. Als die Beamten nicht auf ihre Forderungen eingingen, warfen die Angreifer mit Steinen und Schuhen nach ihnen. Laut Emig wurde dabei ein Polizist leicht verletzt. Die Polizei forderte dann Verstärkung an und mit vereinten Kräften gelang es dann, die Gruppe in Richtung des Parkplatzes der Waitzinger Wiese und des dahinterliegenden Hangs zu treiben. Hier wurden die aufgebrachte Menge dann festgesetzt. Um die Kommunikation zu erleichtern, wurde ein Dolmetscher hinzugezogen.

Polizeieinsatz auf der Waitzinger Wiese.
Polizeieinsatz auf der Waitzinger Wiese. © Thomas Plettenberg

Nach Großeinsatz der Polizei in Miesbach: Gruppe von Gewaltbereiten kontrolliert aufgelöst

+++ Update: 13.40 Uhr +++

Es kommt Bewegung in die Lage. Die mit schwerer Schutzausrüstung ausgestatteten Einsatzkräfte der Polizei lösen die Gruppe offenbar kontrolliert auf. Immer wieder werden Personen einzeln abgeführt und in den Innenhof der Polizeidienststelle Miesbach gebracht. Wie der mittlerweile vor Ort eingetroffene Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Martin Emig, unserem Berichterstatter erklärt, wird dort eine so genannte Bearbeitungsstraße eingerichtet. Hier werden die Teilnehmer der Gruppe einer nach dem anderen nach ihren Personalien gefragt und auch ärztlich untersucht. Dies wohl auch deshalb, weil bei dem Vorfall am Vormittag mit Angriff auf einen Polizeibeamten seitens der Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray zum Einsatz gekommen sein sollen.

Großaufgebot in Miesbach: Hubschrauber-Einsatz nach Eskalation um Festnahme

+++ Update: 13.20 Uhr +++

Inzwischen kreist ein Hubschrauber über der Kreisstadt. Auch das Rote Kreuz ist mit dem Leitenden Notarzt Dr. Florian Meier vor Ort. Augenzeugen zufolge befinden sich in der Gruppe auch Frauen und Kinder. Auch wenn die Polizei wie bei einer Großdemo ausgestattet ist, mit Schutzwesten und Helmen, erscheint die Lage am Einsatzort selbst ruhig.

Passanten und Polizei auf der Waitzinger Wiese
Wachsamkeit auch bei den Passanten. © Thomas Plettenberg

+++ Erstmeldung 12.40 Uhr +++

Auf Anfrage teilt ein Polizeisprecher mit, dass eine Gruppe, wohl rumänische Staatsangehörige, sich zur nebenan liegenden Polizeiinspektion begeben hat und dort randaliert. Offenbar ist sogar ein Stein geflogen und ein Polizist tätlich angegangen worden. Auslöser war Angaben des Sprechers zufolge eine Festnahme am Montagabend. Diese erfolgte wegen eines möglichen Sexualdelikts. Offenbar wollte die Gruppe den Verhafteten freibekommen.

Aktuell zieht die Polizei weitere Kräfte zusammen und versucht die Situation zu deeskalieren. Die Gruppe befindet sich am Hang an der westlichen Seite der Waitzinger Wiese. Laut Polizei besteht für keine Gefahr für die Bevölkerung.

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sg

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