Das Gebiet aus der Luft: Am Gschwendt in Miesbach soll ein neues Wohngebiet entstehen. Im Hintergrund sind das AWO-Seniorenzentrum und der Friedhof zu sehen.
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Das Gebiet aus der Luft: Am Gschwendt in Miesbach soll ein neues Wohngebiet entstehen. Im Hintergrund sind das AWO-Seniorenzentrum und der Friedhof zu sehen.

Stadtrat beschließt Bebauungsplan

Miesbach: Großer Schritt in Richtung Baubeginn Am Gschwendt

  • Dieter Dorby
    VonDieter Dorby
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Miesbach – Das geplante Neubaugebiet Am Gschwendt in Miesbach hat eine große Hürde auf dem Weg zur Realisierung genommen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan als Satzung einstimmig verabschiedet.

Zudem war eine Woche vorher im Bauausschuss der Startschuss gegeben worden für das komplexe Umverlegungsverfahren. Dabei werden die Grundstücksparzellen neu umgearbeitet, um so die Abwicklung für Grundstückseigentümer und Stadt einfacher zu gestalten.

Wie Bauamtsleiter Lutz Breitwieser in der Sitzung feststellte, sei der Satzungsbeschluss ein Meilenstein. Drei Beteiligungsrunden habe man seit dem Start im August 2019 hinter sich gebracht. Grundlage für die frühzeitige Beteiligung sei der Stand gewesen, den die Stadt bei der Bürgerinformation im Februar 2020 vorgestellt habe. Wichtig sei es nun, die Flächen neu zu ordnen, damit die jeweiligen Grundstücke belastet werden können, erklärte Breitwieser. Dies wiederum sei die Voraussetzung, dass man die Erschließungsmaßnahmen vergeben könne.

Hoffnung auf bezahlbaren Wohnraum

Für Paul Fertl (SPD) ist dieses Projekt ein Schritt, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Jedoch gebe es ein paar Wermutstropfen: Dazu gehörten die Parkplätze, die nun wegfallen. „Ich habe 1993 mit dem damaligen Bürgermeister Gerhard Maier geredet, um sie als Zwischenlösung zu schaffen“, erinnerte er. Damals bedauerlich sei auch, dass der Bolzplatz nicht erhalten werden könne. Wie berichtet, wird eine kleinere Spielfläche angelegt. „Dennoch sollten wir nun Nägel mit Köpfen machen“, stellte er fest.

Appell, mehr für den Wohnungsbau zu tun

Fertl wiederholte zudem seinen Appell, die Stadt solle in den Wohnungsbau einsteigen. Die Förderprogramme seien sehr attraktiv. „Man bekommt vom Staat 30 Prozent geschenkt, und 60 Prozent gibt es als Darlehen mit einem Zinssatz, der unter einem Prozent liegt“, fasste er zusammen. „Wir sollten uns aber sputen, denn das Förderprogramm läuft 2022 aus.“ Wegen der horrenden Kosten und Einnahmeeinbrüche durch die Corona-Pandemie geht Fertl davon aus, dass so schnell kein neues Programm aufgelegt werde.

AK soll sich um Parkplatzproblem kümmern

Markus Seemüller (FWG) hatte eine andere Sorge: „Durch den Neubau fallen Am Gschwendt viele Parkplätze weg.“ Das betreffe auch den angrenzenden Friedhof, denn teils sei dort alles vollgeparkt. Sein Vorschlag: Ein Arbeitskreis soll den Bau begleiten und nach Lösungen suchen.

Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU) versprach, eine E-Mail an die Fraktionsvorsitzenden zu schicken. Diese sollen Vertreter benennen, die das Thema Parken Am Gschwendt mitbesprechen.

ddy

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