Handlungsbedarf im Zufahrtsbereich: Die Zufahrt zur Waitzinger Wiese soll wieder eine Höhenbeschränkung bekommen, um zu verhindern, dass zunehmend Lkw die Parkflächen belegen.
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Handlungsbedarf im Zufahrtsbereich: Die Zufahrt zur Waitzinger Wiese soll wieder eine Höhenbeschränkung bekommen, um zu verhindern, dass zunehmend Lkw die Parkflächen belegen.

PARKPLÄTZE - Waitzinger Wiese wird optimiert

Miesbach: Höhenkontrolle soll Lkw von Waitzinger Wiese fernhalten

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Miesbach – Die Akzeptanz entwickelte sich zunächst schleppend, doch mittlerweile erfreut sich die Waitzinger Wiese in Miesbach großer Beliebtheit bei den Autofahrern. Kein Wunder, denn dort – zwischen dem Kulturzentrum Waitzinger Keller und dem Edeka-Alpengroßmarkt an der Schlierseer Straße – kann man unbegrenzt kostenlos parken. Das haben nicht nur Pendler, Anwohner und Arbeitnehmer festgestellt, sondern auch zunehmend Lkw-Fahrer, die vor allem über Nacht dort ihre Transporter und Sattelzüge abstellen.

Dem will die Stadt nun einen Riegel vorschieben.

Helfen soll dabei eine Höhenbegrenzung, wie Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU) jetzt im Bauausschuss erklärte. Sie soll verhindern, dass immer mehr Lkw auf dem Gelände abgestellt werden. Denn es werde dort immer schwieriger, einen Parkplatz zu finden. Zwar gab es an der Einfahrt schon mal eine solche Höhenbegrenzung, doch die wurde abgebaut, nachdem sie angefahren und beschädigt worden war, wie Bauhofleiter Jürgen Fischer berichtete.

Sichtbehinderung durch Litfaßsäule

Es ist nicht die einzige Maßnahme, die auf der Waitzinger Wiese umgesetzt werden soll. So stellte Fischer fest, dass die Litfaßsäule neben der Zufahrt nicht gut platziert sei, weil sie sowohl für die Waitzinger Wiese als auch für die Susanna-Waitzinger-Straße die Sicht behindere. Zudem sei der gesamte Bereich kein Aushängeschild, ergänzte er mit Blick auf den kleinen Trampelpfad neben der Säule. Und auch beim Bankett gebe es Handlungsbedarf, denn gerade auf der Ostseite drückten sich die Fahrzeuge zunehmend ins Grün – vornehmlich beim kleinen Biotop auf der Nordseite der Kinderkrippe. „Wir würden gerne das Bankett neu herrichten und die Wiese am Hang mehr pflegen.“

Anhänger und Wohnmobile sind kritisch

Die Ausschussmitglieder begrüßten die Pläne für die Volksfestwiese. Vor allem Verkehrsreferent Florian Ruml (FWG) monierte, dass dort zunehmend Werbeanhänger abgestellt werden. Auch die Zahl der Wohnmobile nehme zu. „Mit der Höhenbegrenzung verhindern wir nur die Lkw, aber nicht die Anhänger“, stellte Ruml fest und warf die Idee ein, eventuell eine bestimmte Fläche nur für Pkw zu reservieren. Insgesamt sei es eine schwierige Situation, denn auch die Wohnmobile – die auch in den Wohnvierteln nicht gern gesehen sind – bräuchten Platz, ebenso die Anhänger des Freien Landestheaters Bayern (FLTB). „Und wenn der Waitzinger Keller wieder öffnet, brauchen wir auch abends wieder mehr Stellplätze für Pkw.“

FLTB darf Anhänger stehen lassen

Braunmiller wollte jedoch nicht so weit gehen: „Wir wollen als ersten Schritt zuerst nur die Höhe beschränken und die Situation beobachten. Gegebenenfalls müssen wir nachjustieren.“Die Anhänger des FLTB müssten dort jedoch stehen bleiben – das sei so zwischen Theater und Stadt vereinbart. Franz Mayer (CSU) verwies auf die Regelung des AOK-Parkplatzes, die Parkdauer per Ticket auf zwölf Stunden zu begrenzen, doch Bauamtsleiter Lutz Breitwieser gab zu bedenken, dass die Waitzinger Wiese auch Anwohnern als Parkplatz diene, weil sie in der Innenstadt keine Stellplätze hätten. Auch die Anhänger habe man dorthin verwiesen, erinnerte Michael Lechner (FWG).

Der Ausschuss einigte sich einstimmig darauf, dass die Verwaltung ein Konzept erstellen soll. Das soll neben Höhenbegrenzung sowie Zufahrtsneugestaltung, Litfaßsäulen-Versetzung und Bankettlegung auch eine Nutzungsregelung beinhalten.

ddy

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