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Weltweit erfahren: Florian Bossert hat als Ranger und Wildtierbiologe in Nationalparks in Nordamerika, den Alpen und den Karpaten Erfahrung gesammelt. Das Bild entstand 2017 auf einer Vogelbeobachtung am Kirchsee.

„Der Alpenraum fasziniert mich“

Miesbach: Das ist der neue Gebietsbetreuer Florian Bossert

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Florian Bossert ist der neue Gebietsbetreuer. Der 34-jährige Pfälzer lebt seit zweieinhalb Jahren im Oberland und war schon in der ganzen Welt unterwegs. 

Miesbach– Florian Bossert ist der neue Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge. Der 34-jährige Pfälzer lebt seit zweieinhalb Jahren im Oberland, hat in Salzburg ein geografisches Studium absolviert und liebt die Vogelbeobachtung. Er hat als Ranger und Wildtierbiologe in Nationalparks in Nordamerika, den Alpen und den Karpaten Erfahrung gesammelt. Im Interview erklärt er, welche Schwerpunkte er in seiner Arbeit setzen will und was ihn am Landkreis fasziniert.

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Miesbach: Das ist der neue Gebietsbetreuer Florian Bossert

Sie sind kein Unbekannter im Landkreis. Woher kennt man Sie, Herr Bossert?

Ich habe meinen Vorgänger als Gebietsbetreuer, Marco Müller, beim Monitoring von Steinadler und Birkhuhn unterstützt. Außerdem habe ich mit ihm Führungen im Naturtourismus durchgeführt, zum Beispiel Tierspurensuchen im Schnee, Familienwanderungen und Exkursionen. Außerdem habe ich bei Natura 2000 in der Lebensraum- und Artenkartierung gearbeitet. Ich habe mich also eingelebt.

Und Sie haben auch schon die Welt gesehen?

Stimmt. Ich habe unter anderem in Naturschutzgebieten in den USA und Kanada gearbeitet, zum Beispiel im Yellowstone Nationalpark. Die haben ähnliche Probleme wie der Landkreis. Nahe den Ballungsräumen gibt es viele Besucher, die gelenkt werden müssen. Andererseits gibt es auch völlig unberührte Wildnisbereiche, in denen ich ökologische Zusammenhänge in naturbelassenen Landschaften kennen und verstehen gelernt habe. Zum Beispiel habe ich mich viel mit Vogel- und Wildtierforschung sowie Insektenmonitoring beschäftigt. Das sind Erkenntnisse, die ich auf den Landkreis übertragen kann.

Welche gibt es da denn noch?

Zum Beispiel der Ansatz, einerseits Besuchern Angebote und Möglichkeiten zu bieten, indem naturverträgliche Strecken und Routen ausgebaut und beworben werden. Gleichzeitig aber Naturschutz- und Ruhezonen für die Natur und ihre Bewohner zu schaffen.

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Miesbach: Das hat Gebietsbetreuer Florian Bossert vor

Also wollen Sie wie ihr Vorgänger auf freiwillige Maßnahmen setzen?

Ja. Wo es freiwillig funktioniert, ist es besser so. Verbote müssten wir kontrollieren. Aus personellen Gründen sind sie daher nur gezielt einsetzbar. Es ist effizienter, auf Aufklärung zu setzen.

Wie soll die aussehen?

Ich will weiter Führungen anbieten, um die Menschen mit der Natur in Kontakt zu bringen. Niemand soll ausgesperrt werden. Es ist besser, die Menschen zu sensibilisieren. Sie sollen es selbst merken, wenn sie Arten stören. Und sie sollen wissen, was wir schützen müssen und wie wir das schaffen. Deswegen wird auch die Naturpädagogik ein großer Teil meiner Arbeit sein. Ich will Projekte mit Schulen durchführen, zum Beispiel Vogelbeobachtungen oder praktische Biotoppflege.

Was reizt Síe an der Stelle als Gebietsbetreuer?

Die Vielfältigkeit. Ich arbeite mit der Land- und Forstwirtschaft und der Almwirtschaft zusammen. Außerdem hat mich der Alpenraum schon immer fasziniert. Von den Felswänden, Weideflächen, Bergwald und Gewässern bis zu den Mooren – es gibt eine unglaubliche Vielfalt und seltene Arten. Schließlich klettere ich selbst gerne und gehe auch Skitouren. Ich will dazu beitragen, dass diese Sportarten naturverträglich ablaufen.

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Das Gespräch führte Christian Masengarb

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