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Das ändert sich in Miesbach im Jahr 2022: Schule, Kinderhaus, Warmfreibad und Müller am Baum

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Von: Dieter Dorby

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Neustart eines alten Ortsteils: Müller am Baum soll neu geordnet und entwickelt werden. Für die Stadt bedeutet dies jede Menge Entwicklungspotenzial, aber auch eine große Herausforderung.
Neustart eines alten Ortsteils: Müller am Baum soll neu geordnet und entwickelt werden. Für die Stadt bedeutet dies jede Menge Entwicklungspotenzial, aber auch eine große Herausforderung. © Max Kalup

Lange wurde geplant, jetzt steht bei einigen Projekten die Umsetzung an. Über die Herausforderungen der Stadt Miesbach im neuen Jahr haben wir mit dem Bürgermeister gesprochen.

Miesbach – Es ist noch nicht so viel greifbar, fast alles ist noch im Fluss. Fest steht aber eines: Mit der Entwicklung und Umstrukturierung von Müller am Baum wartet auf die Stadt Miesbach eine Mammutaufgabe. Wie Bürgermeister Gerhard Braunmiller berichtet, stehe man im Austausch mit dem Investor.

„Der Wille der Stadt, Müller am Baum zu entwickeln, ist da“, versichert der Rathauschef. Vieles hängt aber am Ausgang des Verfahrens zur Erweiterung des Wasserschutzgebiets Thalham-Reisach-Gotzing, deren Zone III sich am Ende auf den Ortsteil in der Mangfallsenke ausweiten soll. „Wir sind dran“, sagt Braunmiller. Auch mit dem Wasserwirtschaftsamt habe es bereits Gespräche gegeben. Die großen Fragen dabei: Was ist möglich? Welche Rahmenbedingungen müssen zwingend beachtet werden? Was ist verhandelbar? Immerhin geht es dabei um 200 Wohneinheiten, die entwickelt werden sollen. Und die Stadt muss all das erschließen. „Eine Riesenaufgabe“, stellt Braunmiller fest.

Auch der Ersatzneubau des Landratsamts bedeutet für die Stadt die Überplanung des Bereichs Münchner-/Rosenheimer Straße. Hier stehe man mit dem Landkreis im ständigen Austausch.

Die Themen in Miesbach: Kinder und Wasser

Ansonsten lässt sich 2022 für Miesbach mit dem Titel „Kinder und Wasser“ überschreiben. Wobei für den Bürgermeister der Bauabschluss der Erweiterung von Grund- und Mittelschule in Miesbach im Vordergrund steht: „Wir werden damit wohl im ersten Quartal 2022 fertig. Das ist relativ früh.“ Und auch beim benachbarten Kloster, das in ein Kinderhaus umgebaut wird, hofft er, dass alles planmäßig läuft. Nachdem sich der Baubeginn verzögert hat, könne es sein, dass sich dies nicht mehr einholen lässt. Mit dem Ende des Umbaus ist somit erst im vierten Quartal 2022 zu rechnen. Zumal man laut Braunmiller beim denkmalgeschützten Altbau aus dem 19. Jahrhundert nie vor baulich unerfreulichen Überraschungen gefeit ist.

Kein Thema mehr ist die Generalsanierung der Grundschule in Parsberg. Statt die Schule zu evakuieren und sie übergangsweise in die Grund-Mittelschule in Miesbach auszulagern, wird das Gebäude nun in kleinen Schritten ertüchtigt – bei laufendem Schulbetrieb. „Das ist anstrengend“, sagt Braunmiller, „aber es geht.“ Die Erweiterung in Miesbach für die Aufnahme der Parsberger Schüler sei dennoch nicht umsonst erfolgt: „Die Schule braucht den Platz, da sie auch mehr Schüler hat.“ Die Mittelschule bekomme die neuen Räume, und auch die Grundschule wachse – nicht zuletzt mit Blick auf den durch den Wohnungsbau Am Gschwendt und an der Münchner Straße zu erwartenden Zuzug neuer Bürger.

Bei Themenkomplex Wasser steht der Umbau des Warmfreibads im Vordergrund, der jedoch noch von der Genehmigung des Haushalts 2022 abhängig ist. Doch hier ist das Fragezeichen deutlich kleiner als bei der Wasserschutzzone. Die laufende Petition, an der sich die Stadt federführend beteiligt hat, wird voraussichtlich Ende Januar im Umweltausschuss des Landtags entschieden. Braunmiller hofft, dass Bewegung in die Sache kommt, „denn so sind wir in unserer Entwicklung gebremst“.

Hochwasserschutz, Riviera und ALB

Mittendrin im Findungsprozess ist man beim Hochwasserschutz in Kleinthal. Hier gab es bereits mehrere Besprechungen, zuletzt im Dezember mit Anwohnern, um vor allem den Verlauf des Floigerbachs zu klären. Die Entscheidung soll im Januar fallen und im Februar/März im Arbeitskreis vorgestellt werden. Danach geht es im März/April in den Stadtrat.

„2021 war viel los“, stellt Braunmiller fest. Vieles, was im alten Jahr auf den Weg gebracht worden war, werde 2022 fortgesetzt. Nicht zu vergessen die Umgestaltung der Riviera, die von April bis Juli vorgesehen ist, der Aufbau des Schülerforschungszentrums im Alten Krankenhaus, für das die Stadt eine Nutzungsänderung beantragen muss, und das Monitoring des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB), das noch bis Ende 2024 laufen wird.

Und auch in Sachen Stadtentwicklung soll es 2022 wieder mehr Sitzungen des dafür zuständigen Ausschusses geben. Der nächste ist für Anfang Juni geplant. „Wir müssen aber aufpassen“, sagt Braunmiller, „dass wir die Abgrenzung zum Bauausschuss beachten.“

Der Jahreswechsel ist Gelegenheit, nach vorne zu blicken. Was wird 2022 trotz der andauernden Pandemie möglich, was muss aus finanziellen und coronabedingten Gründen gestrichen werden? Wir haben uns in den Rathäusern umgehört.

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