Ansicht von Marseillan.
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Nachgefragt

Marseillans Bürgermeister Yves Michel: „Europa muss gelebt werden“

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Die französische Gemeinde Marseillan will mit Miesbach eine Städtepartnerschaft knüpfen. Ein erster Besuch hat bereits in der Kreisstadt stattgefunden.

Wir fragten Marseillans Bürgermeister Yves Michel nach dem ersten Eindruck von seinem Besuch in Miesbach.

Monsieur Michel, wie hat es Ihnen in Miesbach gefallen?

Yves Michel: Miesbach hat sich bei unserem Besuch von der besten Seite gezeigt. Eine sympathische, überschaubare Stadt mit einem Donnerstagsmarkt, der an unseren erinnert. Und als Höhepunkt die Einladung der Bürgermeisterin und des Stadtrates auf das Volksfest.

Warum möchte Marseillan gerade mit Miesbach eine Partnerschaft schließen?

Yves Michel: Es war uns daran gelegen, eine Stadt in Bayern für die Partnerschaft zu gewinnen. Miesbach weist einige Parallelen zu Marseillan auf: die Einwohnerzahl, der Tourismus und die Aktivität der Vielzahl an Vereinen, um nur einige zu nennen.

Lesen Sie auch: So beurteilt Miesbachs Bürgermeisterin Pongratz eine Partnerschaft mit Marseillan 

Zwischen beiden Orten liegen 1100 Kilometer. Ist diese Entfernung nicht zu groß für einen regelmäßigen Austausch?

Yves Michel: Unsere bisherigen drei Partnerstädte in Spanien, Belgien und Irland liegen in etwa gleicher Entfernung. Das hat uns in keinem Fall davon abgehalten, einen regen Austausch zu pflegen – sei es bei den jungen Leuten, sei es bei Vereinen und inzwischen auch bei persönlichen Verbindungen.

Was verspricht man sich in Frankreich von den Städtepartnerschaften?

Yves Michel: Europa muss gelebt werden, und das heißt Austausch auf möglichst breiter Basis. Städtepartnerschaft ist dabei eine Plattform, die Orte und damit Menschen zusammenbringt und dabei hilft, sich besser zu verstehen und voneinander zu profitieren.

ddy

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