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Schüler sollen künftig kostenlos mit den RVO-Bussen fahren können. Start ist jetzt frühestens zum 1. November.

Regierung erteilt Genehmigung

Kostenloses Schülerticket kann kommen

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Nach Verzögerungen bei der Genehmigung kann das kostenlose Schülerticket jetzt kommen. Die Regierung von Oberbayern hat grünes Licht gegeben.

Update vom 23. Oktober: Regierung stimmt Einführung von Ticket zu

Landkreis - Mit einem Monat Verzögerung kann das kostenlose Schülerticket voraussichtlich zum 1. November an den Start gehen. „Die Regierung von Oberbayern stimmte am 18. Oktober einer Einführung des Oberlandler Schülertickets durch die Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) zum 1. November 2019 zu“, teilte Regierungssprecherin Verena Gros am Mittwoch auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Auch RVO-Niederlassungsleiter Andreas Peschel zeigt sich zuversichtlich, dass die erforderlichen Verträge rechtzeitig mit dem Landkreis unterzeichnet sind.

Entgegen ursprünglicher Pläne wird das Schülerticket an Schultagen aber erst ab 14 Uhr gelten. „Unsere Buskapazitäten im Schülerverkehr würden sich sonst nicht steuern lassen“, erklärt Peschel. „Aber der Ansatz ist ja ohnehin, dass Kinder und Jugendliche das Ticket in ihrer Freizeit nutzen sollen.“ Nach dem Willen des Landkreises sollte das Ticket an Schultagen ursprünglich ab 9 Uhr gelten.

„Ich finde es klasse, dass wir das Angebot jetzt zustande gebracht haben“, sagt Peschel. In den vergangenen Jahren habe sich im Busverkehr enorm viel getan -  für Gäste, Einheimische, Senioren. Es sei erfreulich, dass nun auch die Schüler profitieren.

Das Landratsamt hat noch eine detaillierte Information zur Einführung des Oberlandler Schülertickets angekündigt.

Update vom 1. Oktober: Regierung von Oberbayern bezieht Stellung zur Verzögerung beim Schülerticket

Landkreis - Die Regierung von Oberbayern hat eine Stellungnahme zur Verzögerung des Oberlandler Schülertickets abgegeben. Wie berichtet, wird das Ticket nicht wie geplant am 1. Oktober starten, weil die Regierung dem Landratsamt Miesbach den Sondertarif noch nicht genehmigt hat. Ohne diese Genehmigung kann der Landkreis aber keine Verträge mit den zuständigen Busunternehmen schließen.

Die Regierung schreibt: „Der Antrag der RVO GmbH auf Änderung des Tarifs durch Einführung eines „Oberlandler Schülertickets“ ist am 12.09.2019 schriftlich bei der Regierung von Oberbayern eingegangen. Eine Vorprüfung hat ergeben, dass noch weitere Unterlagen und Angaben erforderlich sind und verschiedene Fragen einer Klärung bedürfen. Dies hat die Regierung von Oberbayern der RVO GmbH mit Schreiben vom 20.09.2019 mitgeteilt. Eine Antwort liegt noch nicht vor. Nächste Woche findet hierzu eine Besprechung mit der RVO GmbH und Vertretern der Regierung von Oberbayern statt.“

Artikel vom 30. September: Ärgerlich für Eltern und Schüler: Kostenloses Schülerticket kommt nicht wie geplant

Landkreis  - Ärgerlich für viele Eltern, Kinder und Jugendliche. Sie hatten sich darauf gefreut, dass die Nutzung der RVO-Busse im Landkreis ab 1. Oktober kostenlos möglich ist. 

Nun teilte das Landratsamt auf Nachfrage des Miesbacher Merkur mit: „Leider verzögert sich die Einführung: Der Sondertarif muss durch die Regierung von Oberbayern genehmigt werden. 

Diese Genehmigung steht noch aus. Das Landratsamt Miesbach kann daher noch keine Verträge mit der Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) schließen. Möglicherweise kann der Start am 1. November 2019 erfolgen.“

Das Schülerticket soll an Schultagen ab 9 Uhr gelten, an den Wochenenden, in den Ferien und an Feiertagen ganztags. Die Landkreisverwaltung hatte dazu mit der RVO und den anderen Landkreisen der Region 17 Verhandlungen geführt. Dies sind neben Miesbach die Landkreise Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen. Mit dem Oberlandler Schülerticket sollen Kinder und Jugendliche mit einem gültigen Schülerausweis die Regionalbusse nutzen können. 

Nur für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gilt dies nicht, da er zur Hälfte bereits im MVV-Tarifsystem ist. Das Angebot soll vorerst nur für Busse gelten, eine Erweiterung auf den Schienenverkehr wird laut Landratsamt geprüft.

Der Landkreis investiert, so das Projekt denn startet, 26.000 Euro jährlich. Die reguläre Schülerbeförderung, die per Gesetz geregelt ist, wird von dem Schülerticket nicht tangiert.

Lesen Sie auch: Landkreis erwägt Beitritt zum MVV.

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