+
Am Samstag wurde Toni Holnburger beerdigt.

Beerdigung am Samstag

Familie und Freunde nehmen Abschied von Toni Holnburger (49)

  • schließen

Große Trauer im Landkreis und darüber hinaus: Metzgermeister Toni Holnburger ist im Alter von nur 49 Jahren gestorben. Am Samstag wurde er beigesetzt.

Update, 15. Juni, 12 Uhr:  Unter großer Anteilnahme ist Toni Holnburger am Samstagvormittag auf dem Miesbacher Waldfriedhof beigesetzt worden. Eine riesige Trauergemeinde drängte sich in der Stadtpfarrkirche und machte sich anschließend in einem langen Zug auf den Weg zum Friedhof. Wegen des großen Andrangs wurde sogar ein Shuttlebus vom Parkplatz an der Oberlandhalle ins Miesbacher Zentrum organisiert. 

Kein Wunder: Toni Holnburger war weit über die Grenzen Miesbachs hinaus bekannt, hatte viele Freunde und gute Bekannte. Sie alle nutzten die Gelegenheit, sich von dem im Alter von nur 49 Jahren viel zu früh verstorbenen Metzgermeister zu verabschieden.

Hunderte nehmen auf Beerdigung Abschied von Metzger-Legende Toni Holnburger

Toni Holnburger ist tot: Seine Party war Kult - Familie in großer Trauer um Metzgermeister

Miesbach/Dürnbach - Toni Holnburger war ein echter Frühstarter. Mit nur 21 Jahren hielt er seinen Meisterbrief in den Händen. Seine Ausbildung hatte er schon nach zwei Jahren fertig. „Er hat sehr viel Wissen mitgebracht“, sagt Metzgermeister Hans Holnburger über seinen Sohn, der 1987 in den Betrieb der Eltern eingestiegen ist. Etwas anderes habe es für Toni nie gegeben. Er fühlte sich dem Lebenswerk der Familie verpflichtet – und führte es in dritter Generation mit Leidenschaft fort. Doch es wurde ihm viel zu früh entrissen. Am vergangenen Samstag ist Toni Holnburger plötzlich und völlig unerwartet gestorben. Zwölf Tage vor seinem 50. Geburtstag.

Toni Holnburger ist tot: „Er war ein unheimlich gutherziger Mensch“

Der Schock und die Trauer in der Familie ist unermesslich. „Er war ein unheimlich gutherziger Mensch“, sagt Papa Hans und schluckt. Mama Kathi nickt mit Tränen in den Augen. Ehefrau Pia beschreibt ihren geliebten Toni tief bewegt als „liebevollen und verlässlichen Ehemann und Familienmensch“. Auch die vielen Freunde, Weggefährten und Geschäftspartner des weit über die Grenzen Miesbachs hinaus bekannten Metzgermeisters sind fassungslos.

Lesen Sie auch: Holnburger kreiert die Weißwurst mit Bier-Aroma

So kannten ihn die meisten: Toni Holnburger in Dienstkleidung.

Der breiten Öffentlichkeit ist Toni Holnburger über die legendäre Weißwurstparty im Stanglwirt nach dem Hahnenkamm-Skirennen in Kitzbühel bekannt. Aus einer Stammtischidee haben Holnburger und die Wirtsfamilie Hauser eine Kultveranstaltung entwickelt, die mittlerweile jedes Jahr mehr als 2500 Menschen, darunter viele Promis aus Sport, Entertainment, Politik und Wirtschaft, anlockt. „Das ist immer größer geworden“, sagt Pia Holnburger.

Doch privat suchte Toni Holnburger nie das Rampenlicht. Wer ihn kannte, erlebte ihn stets als bodenständigen und hilfsbereiten Menschen, der immer ein offenes Ohr hatte. Er spendete für soziale Projekte und an (Sport)vereine. Vor allem die Nachwuchsarbeit lag ihm am Herzen, erzählt Papa Hans. Zwar hatte er durch seine viele Arbeit nicht viel Zeit, dafür tat er als Förderer und Gönner viel Gutes. Auch Einzelschicksale ließen ihn nicht kalt. Wenn Toni erfuhr, dass jemand in Not geraten war, zögerte er nicht. Erst vor ein paar Wochen sei ein guter Freund von ihm mit Anfang 50 verstorben. Toni sicherte der Familie sofort seine Unterstützung zu.

Toni Holnburger ist tot: Er hinterlässt im eigenen Betrieb eine Lücke, die kaum zu füllen sein wird

Dieses Versprechen kann er nun leider nicht mehr einlösen. Durch seinen Tod hinterlässt er im eigenen Betrieb eine Lücke, die kaum zu füllen sein wird. „Toni war ein Verkaufsgenie“, sagt Hans Holnburger. Die hohe Qualität der Waren sei sein größtes Steckenpferd gewesen. Jetzt steigt Papa Hans im Alter von 83 Jahren noch mehr in die Firma mit ihren rund 150 Mitarbeitern ein. „Zum Glück war ich immer mittendrin und weiß, was zu tun ist.“ Doch die Trauer um seinen geliebten Sohn setzt ihm sehr zu. „Ich kann einfach nicht glauben, dass mein Toni nicht mehr da ist.“ Umso mehr baut Hans Holnburger nun auf seinen Enkel Claudio (18): „Das ist mein Hoffnungsträger.“

sg

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

BMW-Fahrer (18) liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei - jetzt ist er den Führerschein los
Diese Spritztour ist für den jungen BMW-Fahrer dumm gelaufen: Der 18-Jährige hat sich mit der Polizei eine waghalsige Verfolgungsjagd durch Miesbach geliefert. Der …
BMW-Fahrer (18) liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei - jetzt ist er den Führerschein los
Arzt zu neuem Bereitschaftsdienst: „Man verbringt viel Zeit auf der Straße“
Nur noch ein Arzt für zwei Landkreise: Das neue Bereitschaftsdienstmodell hat vieles verändert. Jetzt haben die Mediziner im Kreis Miesbach eine Zwischenbilanz gezogen.
Arzt zu neuem Bereitschaftsdienst: „Man verbringt viel Zeit auf der Straße“
Schliersee: Trachtenverein D‘Waxnstoana feiert 95-Jähriges
Sie sind gesellig und in hohem Maße engagiert. Seit 95 Jahren gibt es den Trachtenverein D‘Waxnstoana Schliersee. Das wird groß gefeiert.
Schliersee: Trachtenverein D‘Waxnstoana feiert 95-Jähriges
Das Rathaus Hausham zieht um, doch das Bergbaumuseum bleibt - vorerst
Der Haushamer Rathaus-Umzug ist nur noch wenige Wochen entfernt. Für das dort untergebrachte Bergbaumuseum ist immer noch keine neue Heimat in Sicht. Doch es gibt …
Das Rathaus Hausham zieht um, doch das Bergbaumuseum bleibt - vorerst

Kommentare

josseleAntwort
(0)(0)

ungezügelte Aggression von meiner Seite ?
das verwechseln Sie wohl mit "berechtigter Kritik"..denn Ihr Statement mit der Warnung "in Zukunft weniger Wurst essen" lag -anlässlich des tragischen Todes von Metzgermeister Holnburger völlig daneben...
sieht jeder ein, mit dem ich darüber spreche...sollten Sie auch endlich einsehen , sich entschuldigen statt um sich zu schlagen...

ExilbadenerAntwort
(1)(0)

Sie sollten sich schämen, Ihren ungezügelten Agressionen sogar im Zusammenhang mit einem bedauerlichen Todesfall freien Lauf zu lassen und diesen für Ihre eigene Befriedigung zu mißbrauchen.
Ich habe Herrn Holnburger nicht verunglimpft und beende auch mit Respekt vor dem Verstorbenen diese unglückliche Diskussion.

josseleAntwort
(0)(0)

wenn Pietätlosigkeit nicht Ihre Absicht war und ist...warum schreiben Sie dann einen dermaßen pietätlosen Text...???
Keine Entschuldigung für Ihre verbale Entgleisung ?
"schämen" sollten Sie sich für Ihren Text...und wenn Sie jetzt schreiben "keine Scham zu haben"-umso schlimmer. Wenn wir schon beim "schämen" sind-Dann sollten Sie sich auch dafür schämen, nicht einsichtig zu sein .Aber ich glaube, das ist Ihnen alles völlig egal...