Ostermarsch Miesbach
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Nicht zu überhören, nicht zu übersehen: Bunt und lautstark haben 350 Teilnehmer beim Miesbacher Ostermarsch für den Frieden demonstriert.
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Nicht zu überhören, nicht zu übersehen: Bunt und lautstark haben 350 Teilnehmer beim Miesbacher Ostermarsch für den Frieden demonstriert.

Demo für den Frieden und gegen Abrüstung

Trommeln für die Abrüstung: 350 Teilnehmer bei Ostermarsch

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Die Sorge um den Frieden auf der Welt hat auch heuer die Miesbacher auf die Straße getrieben. Rund 350 Teilnehmer reihten sich am Karsamstag in den Ostermarsch ein.

Miesbach – Im Säbelrasseln der Großmächte wird man nur gehört, wenn man selbst richtig Lärm macht. Genau das haben die rund 350 Teilnehmer des Miesbacher Ostermarschs am Karsamstag getan. Vorneweg knatterten die Motorräder der Edelweiß-Piraten, dahinter trommelten die Mitglieder der Percussion-Gruppe Sambavaria gegen das globale Wettrüsten an. Zwischendrin stimmten die Demonstranten mit Unterstützung von Musiker Mike Hill Friedenslieder an.

Es war ein bunter, fröhlicher Zug, der sich von der Rudolf-Pikola-Schule über den Marktplatz zum Rathausplatz schlängelte. Durch die Samba-Rhythmen habe die Veranstaltung einen „heiteren Touch“ bekommen, erzählt Mitorganisatorin Christine Negele. Und auch das Tempo des Ostermarschs passte sich der südamerikanischen Gelassenheit an. „Die Motorräder mussten immer wieder warten“, sagt Negele schmunzelnd. Weil man heuer aber auf den Stopp an der Waitzinger Wiese verzichtet habe, sei der Zug letztlich sogar früher bei der Kundgebung am Rathaus angekommen. Das sei auch gut so gewesen, berichtet Negele. „Dann sind alle bis zum Schluss geblieben.“

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Das lag wohl zumindest zu einem kleinen Teil auch an der angekündigten Überraschung, die Bäckermeister Florian Perkmann den Marschierenden bereitete. Er verwöhnte sie unter dem Motto „Waffeln statt Waffen“ mit den frischen, süßen Schmankerln. Wer trotz Transparent, Schild oder Fahne noch eine Hand frei hatte, griff gerne zu. Ähnlich beliebt waren die blauen Luftballons mit aufgedruckter Friedenstaube, die die Organisatoren verteilten.

So bunt wie der Zug waren auch die Redebeiträge, die die Teilnehmer zu hören bekamen. Benedikt Minnich von der katholischen Jugend ging auf die kirchliche Friedensbotschaft ein, Miesbachs Integrationsbeauftragte Inge Jooß sprach über die Flucht vor Bürgerkriegen, Tim Siebeneicher von den Miesbacher Jusos stellte vor, wie eine gerechte Klimapolitik aussehen könnte, und Georg Kraus warb für ein „friedliches Europa für eine friedliche Welt“. Das Hauptthema des diesjährigen Miesbacher Ostermarsches – die Kündigung des INF-Abrüstungsvertrags von 1987 – nahm sich Helmut Groß von der Friedensinitiative Bad Tölz-Wolfratshausen vor.

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Seine Kritik, dass die Aggression einseitig von den USA und nicht von Russland ausgehe, teilten nicht alle Zuhörer, berichtet Negele. So habe sich eine durchaus lebhafte Debatte entzündet. Das, so erklärt die Mitorganisatorin, dürfe beim Ostermarsch durchaus so sein. „Eigentlich soll es das sogar.“

Über die Kernbotschaft herrschte aber breite Einigkeit unter den Demonstranten: keine Mittelstreckenraketen mehr in Europa. Eine lautstarke Botschaft gegen Gewalt und für den Frieden in der Welt.

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