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Hier stimmt was nicht: Peter Schmi dt aus Hausham hat festgestellt, dass die Uhr eines Parkautomaten am Habererplatz in Miesbach um fünf Minuten nachgeht.

Haushamer wehrt sich

Vorsicht an Parkautomaten: So schnell bekommt man unschuldig Strafzettel

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Parkautomaten machen manchmal auch Musterbürger zu Falschparkern. Das hat ein Haushamer jetzt in Miesbach am eigenen Leib erfahren. Darauf sollte man achten. 

Miesbach – Dienstagmorgen. Peter Schmidt will schnell zum Zahnarzt. Der Haushamer parkt auf dem Habererplatz in Miesbach, wirft Geld für eine halbe Stunde in den Parkscheinautomaten. Als er ziemlich genau 30 Minuten später zurückkommt, hängt ein Strafzettel am Auto. Um 13 Minuten soll Schmidt die zulässige Parkzeit überschritten haben. Ihn beschleicht ein Gefühl: Hier stimmt etwas nicht. „Wenn ich zu spät war, dann knapp. Keine Viertelstunde.“

Am nächsten Tag kehrt Schmid zurück an den Ort des Geschehens. Bei der Kontrolle des Automaten fällt ihm auf: Die Uhr ist ihrer Zeit fünf Minuten nach. Mit weit reichenden Folgen, wie Schmidt erklärt: „Wer um 9.30 Uhr einen Parkschein für 90 Minuten löst, glaubt, bis 11 Uhr Zeit zu haben. Der Automat stellt aber ein Ticket von 9.25 Uhr bis 10.55 Uhr aus. Wer erst 11 Uhr weiterfährt, bekommt womöglich einen Strafzettel, obwohl er nichts falsch gemacht hat.“

Schmidt wendet sich an den Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland. Dort erklärte man ihm schriftlich, der falsch gehende Automat sei bekannt und die Stadt Miesbach über den Fehler informiert. Dass diese die Uhr noch nicht korrigiert hat, überrascht Schmidt nicht. „Eine Politesse sagte mir, dass fast alle Automaten falsch gehen. Das lasse sich nur schwer vermeiden. Je nachdem, ob man einen erwischt, der vor- oder nachgeht, hat man eben Glück oder Pech.“

Am Habererplatz wurde dieser Missstand inzwischen korrigiert. Der Automat zeigt exakt die Zeit der Atomuhr an. Schmidt nutzte sein Einspruch nichts. Weil nach Abzug der fünf Minuten immer noch acht Minuten zu viel übrig blieben, muss er zahlen. Ihm war aber ohnehin etwas anderes wichtiger: „Strafe hin oder her, die Menschen müssen das Phänomen kennen. Wer einen Parkschein löst, sollte die Uhr überprüfen und eine etwaige Abweichung mit einrechnen. Sonst kann es teuer werden.“

Der Zweckverband gab auf Nachfrage unserer Zeitung an, die Uhren in allen Parkautomaten liefen exakt. Zumindest bei Peter Schmidt scheint dies nachweislich nicht der Fall gewesen zu sein.

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