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So bleibt er in Erinnerung: Ohne Toni Holnburger (l.) – das Foto aus dem Jahr 2014 zeigt ihn mit Volksmusikstar Andreas Gabalier (M.) und Stanglwirt Balthasar Hauser – muss künftig die Weißwurstparty stattfinden.

Weißwurstparty im Stanglwirt

Vater Hans Holnburger: „Wir wollen Tonis Andenken in Ehren halten“

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Tradition hat Bestand. Auch nach dem plötzlichen Tod von Toni Holnburger (49) im Juni 2019 werden bei der legendären Weißwurstparty im Stanglwirt in Going bei Kitzbühel vor dem 80. Hahnenkamm-Rennen Weißwürste aus Miesbach und dem Hause Holnburger serviert.

Denn der verstorbene Toni Holnburger hat das Mega-Promi-Event, das mittlerweile auf 2800 Gäste begrenzt ist, 1991 mit Stanglwirt Balthasar Hauser aus der Taufe gehoben. Was einst als Stammtischparty begann, ist heute Kult. Wir sprachen mit seinem Vater Hans Holnburger (84) über das anstehende Fest.

Vater Hans Holnburger fährt zur Weißwurstparty 

Herr Holnburger, auch nach dem Tod Ihres Sohnes Toni wird beim Stanglwirt mit Holnburger-Weißwürsten gefeiert. Wer wird vor Ort sein?

Hans Holnburger

Ich werde selbst mit meiner Frau Kathi runterfahren. Eigentlich ist die Party ja eher etwas für junge Leute. Als Toni noch gelebt hat, bin ich zuletzt nicht mehr mitgefahren. Das letzte Mal, dass ich dabei war, ist lange her – locker zehn Jahre. Jetzt ist es etwas anderes.

Begleitet Sie auch Ihr Enkel Claudio?

Der ist auch dabei, aber erst mal zum Arbeiten und Helfen. Denn bei der Party gibt es viel zu tun, damit alles läuft. Wir fahren mit fünf Metzgern zum Stanglwirt und mit 7000 Weißwürsten – das sind gut 600 Kilo. Die müssen erst in der Metzgerei vor Ort nach und nach vorgewärmt werden, bevor sie vor den Gästen in unsere Kessel kommen.

Erfolg verbindet - man will weitermachen

War schnell klar, dass das die Weißwurstparty mit Holnburger-Würsten weitergehen wird?

Ja, das war gar kein Thema. Das hat das Stanglwirtspaar Maria und Balthasar Hauser gleich nach Tonis Tod gesagt: Wir machen weiter, wie es bislang war. Wir haben ja ein gutes Verhältnis miteinander. Und wir machen das auch schon viele Jahre lang zusammen. Wir haben damals mit gerade mal 50 Gästen angefangen, und es sind jedes Mal mehr geworden. Aber so ein Erfolg bedeutet auch Arbeit, und die darf man nicht scheuen.

Ihr Sohn hat da etwas Großes geschaffen.

Ja, das hat er. Dieser Abend wird für uns mit all den Erinnerungen auch nicht leicht werden. Aber wir wollen sein Andenken pflegen und in Ehren halten.

ddy

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