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Megatrends : Wie kann die Region am besten mit den Megatrends Energiewende und künstliche Intelligenz umgehen? Diese Fragen beschäftigte unter anderem (v.l.) Alexander Schmid (SMG), Fabian Ebert, Johann Ebert (beide fiveinnovations GmbH), Maximilian Manzenrieder (Direktor der Egerner Höfe), Mechthild Heppe (BVMW) und Markus Stromenger (E.M.E. Group).

Das bringt die Zukunft

Welche Megatrends werden den Landkreis verändern?

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Macht uns Künstliche Intelligenz arbeitslos? Die Industrie im Landkreis will das verhindern. Es gibt sogar schon konkrete Ansätze.

Landkreis – Welche Chancen und Risiken bieten Energiewende und Künstliche Intelligenz? Mit dieser Frage haben sich über 80 Teilnehmer beim Treffen des Berufsverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW) und dem Unternehmerverband Miesbach (UVM) im Hotel Egerner Höfe beschäftigt. Für Mechthild Heppe, Leiterin des Kreisverbands Wirtschaftsregion München, sind beide Megatrends entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Region. „Wer sich neuen Dingen verschließt, wird langfristig nicht erfolgreich sein“, sagte sie.

Wie man Veränderungen positiv nutzen kann, wollte Heppe bereits mit der Wahl des Orts des Treffens zeigen. Maximilian Manzenrieder, Direktor der Egerner Höfe, beschäftigt sich seit 2007 mit der Energieoptimierung des Hotels. Durch den Einsatz eines Blockheizkraftwerks (BHKW) gelang es ihm, den Fremdbezug von Strom um 73 Prozent zu reduzieren und dadurch ohne Komfortverlust für die Gäste die Kosten zu senken. Ein BHKW erzeugt zugleich Wärme und Strom. Beträgt der Wirkungsgrad klassischer Großkraftwerke 38 Prozent, wird durch die Kraft-Wärme-Kopplung ein Wirkungsgrad von 89 Prozent erreicht. Energieoptimierung und CO2-Reduzierung gehen Hand in Hand mit einer Steigerung der betrieblichen Versorgungssicherheit. Laut Heppe „ein Musterbeispiel, wie der Mittelstand bei der Energiewende mithilft.“

Gerade bei Neubauten will Heppe ähnliche Konzepte weiter verbreiten. „Durch die E-Mobilität wird das Thema Versorgungssicherheit immer wichtiger. Wenn die Menschen in Zukunft nach Hause kommen und ihre Autos aufladen, müssen wir die Spitzen im Strombedarf abdecken. Die Unternehmer können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“ Mit Hilfe des Mittelstandes könne man unabhängig von Stromimporten und Stromtrassen werden, meinte Heppe. „Möbelhäuser, die selbst Strom produzieren und beispielsweise durch E-Tankstellen an ihre Kunden weitergeben, sind ein gutes Beispiel. Davon profitieren alle Beteiligten.“

Ähnlich positive Effekte will Heppe auch beim Thema Künstliche Intelligenz nutzen. „Künstliche Intelligenz wird Arbeitsplätze kosten, aber auch neue schaffen. Damit der Landkreis nicht nur verliert, muss man sich frühzeitig über die Möglichkeiten im Klaren sein.“ Beim Treffen ging es deshalb um die aktuellen Trends von Cloud bis Block Chain und deren Chancen und Risiken. „Wir wollten ein Bewusstsein dafür schaffen, wie abhängig wir schon heute von Künstlicher Intelligenz sind.“ Nur dann könne man die positiven Effekte auch tatsächlich nutzen.

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