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Als kleinen Ersatz für die missglückte Bienenweide hat Grünen-Stadträtin und Mitinitiatorin Astrid Güldner gestern eine Sonnenblume gepflanzt.

Nachgefragt bei Astrid Güldner

Trotz misslungener Bienenweide: „Wir lassen uns nicht entmutigen“

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Mit viel Elan haben Mitglieder von Bund Naturschutz, Gartenbauverein, Trachtenverein und Grünen Mitte April unterhalb der Trachtenhütte in Miesbach eine Bienenweide angelegt. Doch das erhoffte Blütenparadies für Insekten blieb aus.

Wir fragten Mitinitiatorin und Grünen-Stadträtin Astrid Güldner nach möglichen Ursachen.

Frau Güldner, ein Dutzend Leute hat die Blühwiese bearbeitet, aber passiert ist nichts. Warum?

Passiert ist viel, nur gewachsen ist nichts. Wir wissen auch nicht genau, was die Gründe dafür sind. Wir haben vom Landratsamt die Mischung „Veitshöchheimer Bienenweide“ bekommen. Das ist eine fünfjährige Mischung mit 49 einheimischen Sorten. Die haben wir Mitte April wie beschrieben eingearbeitet.

Aber es hat nicht geklappt.

Nein, leider. Vielleicht haben wir ja auch zu viel gegossen. Da haben wir uns teilweise nicht optimal abgestimmt. Sechs Wochen sollte die Weide brauchen. Als aber nichts gekommen ist, haben wir um Pfingsten mit zwei verschiedenen Mischungen des Anbieters Quedlinburger nachgesät – die „Bienen- und Hummel-Mischung“ und den „Insektentreff“. Wieder ohne Erfolg. Das ist schon seltsam.

„Bei uns im Garten hat es funktioniert“

Inwiefern?

Am Saatgut sollte es nicht gelegen haben. Denn Karin Bracher von der Interessengemeinschaft Fritz-Freund-Park und ich haben die erste Mischung auch in unseren Garten angepflanzt – und da hat es funktioniert.

„Wir lassen uns in Sachen Bienenweide nicht entmutigen“

Sind Sie enttäuscht?

Schade ist es schon, aber das Projekt war ja auch als Workshop gedacht, um zu lernen, wie man Bienenweiden anlegt. Miesbach könnte ja weitere extensive Flächen vertragen. Dafür hat der Bauhof Erfolg gehabt und auf seinen Flächen guten Arbeit geleistet. Bei uns ist nun Ursachenforschung angesagt. Das wollen wir bei einem Treffen demnächst klären.

Was passiert mit dem Erdstreifen?

Der sieht natürlich nicht toll aus, und jetzt etwas zu pflanzen ist recht spät. Ich nehme dieses Gespräch aber zum Anlass und setze eine Sonnenblume ein. Immerhin: Die Aktion hat nichts gekostet – nur Arbeitszeit. Wir lassen uns nicht entmutigen.

ddy

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