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Alles voll: Auf dem AOK-Parkplatz stehen manche Autos monatelang. Auch deswegen ist dort selten ein Platz frei. Um das zu ändern, will die Gemeindeverwaltung die Standdauer begrenzen.

„Manche Autos monatelang nicht bewegt“

Miesbacher AOK-Parkplatz wird zeitlich begrenzt

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Auf dem Miesbacher AOK-Parkplatz werden Autofahrer bald nicht mehr beliebig lange parken dürfen. Auch einige Behindertenparkplätze in der Stadt sollen weg.

Miesbach – Als es im Januar stark schneite, wiesen am Miesbacher AOK-Parkplatz verräterische Schneehaufen auf ein Problem hin. „Da hat man gesehen, wie viele Autos dort über Wochen und Monate abgestellt werden“, sagte Markus Baumgartner (CSU) im Miesbacher Bauschuss. 

Derzeit ist das rechtens, denn auf dem Parkplatz dürfen Autofahrer beliebig lange parken. Dennoch bleibe durch die Ewig-Parker kein Platz für die Menschen, die ihr Auto während der Arbeit oder für einen Behördengang abstellen wollen. Paul Fertl (SPD) forderte deswegen, die Parkzeiten auf dem AOK-Parkplatz zu begrenzen. „Der AOK-Parkplatz soll ein langfristiger Parkplatz bleiben“, sagte er. Aber eben nicht, um Autos dort ein halbes Jahr abzustellen.

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Miesbach: AOK-Parkplatz wird zeitlich begrenzt

Die Forderung fand im Ausschuss breite Unterstützung. Auch bei Bürgermeisterin Inggrid Pongratz: „Wer den ganzen Winter stehen will, kann auch auf die Waitzinger Wiese.“ Pongratz wies aber auch darauf hin, dass der Ausschuss bereits im vergangenen Jahr beschlossen habe, das Dauerparken auf dem AOK-Parkplatz abzuschaffen. „Der ist nur noch nicht umgesetzt.“ Durch den K-Fall habe dem Bauhof die Zeit gefehlt.

Das soll sich noch dieses Jahr ändern. Dann sollen auf dem Parkplatz zwischen Habererplatz und Waitzinger Wiese Höchstparkzeiten gelten. Im Raum stehen Zeiträume von zehn bis 24 Stunden. Auf jeden Fall genug soll es sein, um das Auto für die Fahrt zur Arbeit nach München und zurück abzustellen, da waren sich die Ausschussmitglieder einig. Kostenlos bleibt das Parken aber auch weiterhin.

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Miesbach: So ist der Zeitplan beim AOK-Parkplatz

Wann die Begrenzung genau kommt, ist noch offen. Die Verwaltung müsse zunächst prüfen, ob sie die nötigen Schilder ab Lager bestellen kann oder ob die Lieferung länger dauern wird, teilte ein Mitarbeiter auf Anfrage mit. 

Außerdem muss die Gemeinde überlegen, wie sie die Parkzeiten kontrollieren will. Mit Parkscheiben sei die Umsetzung bei langen Stehzeiten nicht zu schaffen, gab der Mitarbeiter im Ausschuss zu bedenken: „Wenn jemand einstellt, dass er seit 6 Uhr da ist, weiß man nicht: Ist er es seit morgens oder abends, seit gestern oder heute?“ Eine Lösung wäre ein Automat, der einen Zettel mit der Ankunftszeit ausdruckt. Den könnten die Menschen wie einen Parkschein in ihr Auto legen. Nur, dass er nichts kostet. Auch automatische Systeme werden geprüft.

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Miesbach: Zu viele Behindertenparkplätze? Das soll jetzt passieren

Während der AOK-Parkplatz überquillt, werden die Behindertenparkplätze der Gemeinde wenig genutzt. Auch das beschäftigte die Bauausschuss-Mitglieder. „Da haben wir es zu gut gemeint“, fand Michael Lechner (FWG). „Die werden zu 90 Prozent nicht benutzt. Wir sollten ein wenig reduzieren.“ Die Behindertenparkplätze seien gut verteilt, Es müssten nicht immer zwei nebeneinander liegen.

Pongratz unterstützte das Anliegen. „Ich merke es auch. Manche Plätze werden nie benutzt“, sagte die Bürgermeisterin. „Die, die wir nicht brauchen, können wir freigeben.“ Die Verwaltung werde bis zur nächsten Sitzung prüfen, welche Plätze man brauche. „Wir müssen das richtige Maß finden.“

Lechner merkte außerdem an, dass die Parkautomaten am Habererplatz zuletzt oft ausgefallen seien. Ein Verwaltungsmitarbeiter sagte zu, sich um das Problem zu kümmern.

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