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Eine bessere Fußgängerführung soll die Kreuzung der Tölzer Straße an der Johannisbrücke bekommen.

Kreuzung Tölzer Straße wird neu strukturiert

Bauausschuss lehnt teure Verkehrsexperimente ab

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Miesbach – Der für 2017 geplante Neubau der maroden Johannisbrücke wirkt sich auch auf die westlich gelegene Kreuzung von Tölzer Straße, Albert-Schweitzer-Straße und Bergwerkstraße aus. Sie soll im Zuge der neuen Anbindung klarer strukturiert werden.

Dazu hatte Planer Egbert Limbach vom Straubinger Büro Trummer im Bauausschuss mehrere Varianten vorgelegt.

120 000 Euro wird allein die Grundausstattung – also die Umstrukturierung des Kreuzungsbereichs – kosten. Dabei bleibt die Tölzer Straße vorfahrtberechtigt. Die Spurführung von Albert-Schweitzer- und Bergwerkstraße sollen dagegen klarer geführt werden. Während es bislang möglich ist, salopp in den Kreuzungsbereich reinzuschneiden, soll dies eine kleine Verkehrsinsel bei der Albert-Schweitzer-Straße künftig verhindern. Um diese Dreiecks-Insel herum muss auch der Verkehr fahren, der aus der Bergwerkstraße kommt und in Richtung Innenstadt abbiegen will. Selbiges gilt für die Fahrtrichtung stadtauswärts auf der Tölzer Straße. Rechtsabbieger haben dagegen eine eigene Spur zur Albert-Schweitzer-Straße. Die Fußgänger sollen Bergwerk- und Albert-Schweitzer-Straße via Zebrastreifen überqueren können.

Für Diskussionsstoff sorgte die Albert-Schweitzer-Straße. Eine Variante sah unterhalb der Frauenschulstraße einen Zebrastreifen vor. Die Kosten: 33 000 Euro. Hedwig Schmid (SPD) und Manfred Burger (Grüne) sprachen sich erfolgreich trotz mehr Sicherheit dagegen aus. „Das nehmen die Bürger nicht an“, stellte Schmid fest. Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW) schloss sich an: „Wir sollten bei einer eingebürgerten Lösung bleiben. Es ist ja nicht so, dass es dort viele Unfälle gibt.“

Kontroverse Meinungen gab es auch zur Variante, den Gehweg an der Albert-Schweitzer-Straße von der Süd- an die Nordseite zu verlegen. Der Vorteil liegt darin, dass die Fußgänger in Richtung Friedhof von der Johannisbrücke kommend nur die Bergwerkstraße queren müssten. Angesichts der Baukosten von 100 000 Euro, der begrenzten Fahrbahnbreite und der dann ungelösten wie unzureichenden Anbindung der Südgrundstücke an die Straße sprach sich der Ausschuss mit 6:3 Stimmen gegen eine Verlegung aus. Die Entscheidung obliegt nun dem Stadtrat, der am Donnerstag, 15. Dezember, tagt.

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