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Die Ausschussmitglieder sind der Ansicht, dass der Neubau einen Dachüberstand braucht, wie ihn das bestehende Pfarrheim hat.

Miesbacher Bauausschuss unversöhnlich

Neues Pfarrheim: Keine Absolution für Verzicht auf den Dachüberstand

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Miesbach - Wäre der Miesbacher Bauausschuss das päpstliche Konklave des Vatikan, wäre zuletzt schwarzer Rauch aufgestiegen. Denn die aktuell vorliegenden Pläne zum Neubau des Pfarrheims fanden bei den Mitgliedern keine Zustimmung.

Wäre der Miesbacher Bauausschuss das päpstliche Konklave des Vatikan, wäre zuletzt schwarzer Rauch aufgestiegen. Denn die aktuell vorliegenden Pläne zum Neubau des Pfarrheims fanden bei den Mitgliedern keine Zustimmung.

Das Gremium biss sich vor allem am fehlenden Dachüberstand fest. Auch empfand es das Bauwerk als zu wuchtig für die enge Kolpingstraße. „Das Haus muss auf die bestehende Bebauung reagieren, damit es mit dem Straßenbild harmoniert“, forderte Florian Ruml (FW) mit Blick auf den Dachüberstand, und Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW) stellte fest: „An der Außengestaltung muss man noch arbeiten. In dieser Straße braucht es Gespür.“ Stefan Griesbeck (CSU) monierte zudem die Fassade mit den großen Fenstern.

Dabei ist man auf Seite der Pfarrei glücklich mit dem Ansatz des Münchner Architekten Christian Olufemi. Er integrierte das Haus in die schwierige Hanglage und verschafft dem Pfarrheim ein maximales Raumangebot. Das ist deshalb wesentlich, weil das Ordinariat einen Neubau nur bis zu einer bestimmten Größe bezuschusst.

Zudem hat das Modell bei seiner Vorstellung im März 2016 bereits die Zustimmung von Kreisbaumeister Werner Pawlovsky bekommen. Dieser hatte bei der Pfarrversammlung den Ansatz als „qualitätvolle Architektur mit hervorragenden Lösungen“ gelobt. Das Pfarrheim sei ein öffentliches Gebäude und solle auch als solches von außen erkennbar sein.

Im Bauausschuss wurde weniger fachlich fundiert geurteilt. Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD) verpackte sein Fazit dabei versöhnlicher als seine Vorredner. „Die Funktionalität funktioniert und überzeugt, aber die Fassade braucht ein Stück Tradition.“ Denn, so stellte er fest: „Die Miesbacher schätzen das Bestehende.“

Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) fasste zusammen, dass die Fassade so im Bauausschuss nicht ankomme: „Es entsteht ein wahnsinniger Kontrapunkt.“ Franz Mayer (CSU) formulierte die Erwartung an den Architekten so: „Ihre Hauptaufgabe ist es, es so zu verpacken, dass es uns gefällt.“

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