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Seit vier Jahren gehört Alexander Mayerhöfer zum Vorstand der Kammer. 

Anwaltskammer

Miesbacher Familienrechtsexperte im Vorstand bestätigt

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Miesbach – Die Rechtsanwaltskammer München hat insgesamt 36 Vorstandsmitglieder – einer davon kommt aus Miesbach. Bei der jüngsten Kammerversammlung wurde Alexander Mayerhöfer in diesem Gremium bestätigt. Er ist einer von zwei Vertretern aus dem Bereich des Landgerichts München II, das für das Münchner Umland zuständig ist.

Für den 43-jährigen Fachanwalt für Familienrecht, der bis vor Kurzem noch eine Bürogemeinschaft mit dem Miesbacher Anwalt und CSU-Stadtrat Dirk Thelemann hatte, ist es die zweite ehrenamtliche Periode über vier Jahre im Vorstand. Dabei bildet die Rechtsanwaltskammer München die Basis der anwaltlichen Selbstverwaltung. Als Selbstverwaltungsorgan vertritt es die Interessen der 21 000 Pflichtmitglieder aus den Landgerichtsbezirken zwischen Kempten, Ingolstadt und Traunstein. Zu den Aufgaben gehören disziplinarrechtliche Angelegenheiten ebenso wie die Kontrolle der Berufsstandsregeln – eine wichtige Funktion, wie Mayerhöfer erklärt: „Es ist eine Errungenschaft der Gewaltenteilung, dass die Anwälte selbst die Aufsicht über sich übernehmen. Das schließt ein staatliches Eingreifen oder Einflussnahme aus.“ In anderen Ländern sei dies nicht selbstverständlich.

Im Mittelpunkt der Arbeit der Rechtsanwaltskammer München steht neben der Berufsaufsicht die Beratung und Betreuung ihrer Mitglieder. Neben dem fachlichen Austausch gehört auch die Begleitung von Neuerungen zu den Aufgaben. Aktuelles Beispiel sei die geplante Einführung eines elektronischen Anwalts-Postfachs, berichtet Mayerhöfer. Dabei soll der Schriftverkehr mit den Gerichten nur noch elektronisch stattfinden – Faxe und Schriftstücke auf Papier gehören dann der Vergangenheit an. Eine Umstellung, die allein mit Blick auf Datensicherheit und technische Probleme schwierig ist, zumal das System im September starten soll.

Ein spannender Bereich, den Mayerhöfer bereits von seinem Vater kennt. Der war als Staatsanwalt ebenfalls in der Kammer aktiv. „Da war es für mich naheliegend, auch ehrenamtlich in der berufsrechtlichen Abteilung zu assistieren“, sagt Mayerhöfer. „Dabei lernt man viel.“

Für den Sprung in den Vorstand braucht es jedoch Fürsprache durch Kollegen, erklärt der Jurist: „Man muss vorgeschlagen werden.“ Dann folgt die Wahl in der Kammerversammlung, vor der man sich kurz präsentieren muss.

Von den 36 Vorstandsmitgliedern der Kammer stellte sich nur die Hälfte zur Wahl, die anderen 18 folgen in zwei Jahren. Das gilt auch für Mayerhöfers Münchner Strafrechtskollegen Torsten Schaefer, mit dem er eine Bürogemeinschaft unterhält. Dieser ist ebenfalls im Vorstand, was laut Mayerhöfer zu einer Besonderheit führt: „Damit hat Miesbach gewissermaßen zwei Fachanwälte in Kammervorstand.“

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