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Pläne auf dem Prüfstand: Im Weißbräustüberl stellte Paul Fertl (l.) mit seinen AG-Kollegen aus dem Stadtrat den aktuellen Stand zur Umgestaltung des Marktplatzes vor. 

Stadtentwicklung Miesbach

Geschäftsleute: Ja zum neuen Marktplatz

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Die Pläne für die Umgestaltung des Miesbacher Marktplatzes gefallen den Geschäftsleuten. Die Bereitschaft zum Ausprobieren der Neuerungen ist vorhanden.

Miesbach – Nach dem unruhigen Seegang, in den die Stadtentwicklung zwischenzeitlich geraten war, herrscht mittlerweile wieder Ruhe – nicht zuletzt dank der vier Weisen. Wie berichtet, hatte sich auf Initiative von Stadtrat Markus Seemüller (FW) die fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe (AG) Marktplatz mit ihm, Zweitem Bürgermeister Paul Fertl (SPD), Astrid Güldner (Grüne) und Dirk Thelemann (CSU) gegründet und eine konsensfähige Umgestaltung erarbeitet.

Im Sommer soll es losgehen – mit der Umsetzung, nicht mit Diskussionen. Deshalb wurde bereits jetzt unter anderem den Geschäftsleuten vorgestellt, was anders werden soll. Eingeladen hatte der Gewerbeverein Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM), der auch Nichtmitglieder willkommen hieß. 25 waren gekommen, bei denen die Vorab-Information große Zustimmung fand, wie GWM-Vorsitzender Florian Brunner berichtet: „Es waren sehr konstruktive Diskussionen, bei denen sich noch einige gute Ideen ergeben haben.“

So gab es Bedenken, dass der markierte Fußgängerweg von der Ost- zur Westseite des Platzes zu weit nördlich verlaufe. Deshalb wurde ein zweiter weiter südlich vorgeschlagen.

Auch am Bräuwirt soll ein markierter Fußweg entlangführen. Zuletzt war kritisiert worden, dass der Weg durch den Außenbereich der Wirtschaft für Kinderwagen zu eng sei. Dem werde mit dem neuen Fußweg Rechnung getragen.

Noch nicht ganz geklärt ist, wie die neuen Freiflächen beim Wäschegeschäft Grabmaier und bei der Eisdiele genutzt werden sollen. Einigkeit bestand jedoch, dass man trotz allem Entwicklungsspielraum gleich richtig einsteigen sollte, um so von Anfang an mit neuer Aufenthaltsqualität zu überzeugen. Zudem sollen die Freiflächen ebenfalls farbig markiert werden. In welchem Farbton steht jedoch noch nicht fest.

Das Hauptproblem der Freiflächen ist jedoch, dass sie mit dem Wochenmarkt am Donnerstag nicht kollidieren dürfen. Welche Platzierungsmöglichkeiten dieser für Sitzgelegenheiten und Bepflanzung zulässt, werde noch ausgetüftelt. Klar ist für den GWM-Vorsitzenden Brunner jedoch, dass es keine Option sei, diese Gegenstände wie Bänke und Tröge zu jedem Markt zu entfernen.

Kritische Anmerkungen gab es auch. So wurde vonseiten der Hauseigentümer der Wunsch geäußert, stärker in den Prozess eingebunden zu werden. Für die GWM ist das laut Brunner nur bedingt umsetzbar, „denn die Prozesssteuerung liegt ja bei der Stadt“.

Bis spätestens Juni soll es losgehen. „Wir brauchen die Sommermonate, um Erfahrungen zu sammeln“, sagt Brunner. Dies sei die Zeit der hohen Nutzungsfrequenz. Im Anschluss an den Sommer soll eine Umfrage bei den Geschäftsleuten folgen, wie Brunner ergänzt: „Wir wollen Rückmeldungen bekommen: Was sagen die Kunden? Wie entwickelte sich der Umsatz?“ Um dann gegebenenfalls noch etwas ändern zu können, falls dies notwendig erscheint.

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