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Ein Marsch für den Frieden: 170 Teilnehmer zogen am Karsamstag durch Miesbach.

170 Teilnehmer marschierten mit

Miesbacher Ostermarsch: Bunter Zug für den Frieden

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Miesbach - Frieden geht alle an. Ein deutliches Zeichen gegen Krieg und für soziale Gerechtigkeit haben die gut 170 Teilnehmer des ersten Miesbacher Ostermarsches seit 21 Jahren am Karsamstag gesetzt.

Nicht nur die Plakate und Schilder waren bunt, sondern auch die Gruppe selbst. Ob Kinder oder Rentner, Einheimische oder Flüchtlinge, politisch Engagierte oder interessierte Bürger: Es war ein breites Bündnis für den Frieden, das sich am Vormittag von der Rudolf-Pikola-Mittelschule auf den Weg machte. Ohne Trillerpfeifen im Mund, dafür aber mit den knatternden Motorrädern der Edelweiß-Piraten an der Spitze. 

Viele Gruppen, eine gemeinsame Botschaft: Der Wunsch nach mehr Frieden einte alle Teilnehmer des Miesbacher Ostermarsches. Am Samstagvormittag setzte sich die Gruppe an der Rudolf-Pikola-Schule in Bewegung.

Einen Zwischenstopp legten die Teilnehmer vor der Flüchtlingsunterkunft an der Waitzinger Wiese ein, wo neben einem Asylbewerber auch Bernhard Brown von amnesty international das Megafon in die Hand nahm. Die Botschaft: „Keine Waffenexporte mehr in Spannungsgebiete.“ Nur so könnten die Menschen im Nahen Osten und in Afrika von einer Flucht aus ihren Heimatländern abgehalten werden. 

Dass der Frieden auch in Deutschland keine Selbstverständlichkeit ist, machten die Redner auf der Rathaustreppe deutlich. Die dafür wesentliche soziale Gerechtigkeit müsse mit fairen Löhnen und sicheren Arbeitsplätzen gewahrt werden, forderte etwa Georg Schneider von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Ein musikalisches Plädoyer für das friedliche Zusammenleben über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg boten die Haushamer Asylbewerberband Afasia Music und der Miesbacher Sänger und Gitarrist Mike Hill. 

Rundum zufrieden mit dem Ostermarsch ist Mitorganisator Hermann Kraus. „Wir hatten ursprünglich sogar nur 100 Leute angemeldet“, berichtet er. Nur auf dem Weg von der Waitzinger Wiese zum AOK-Parkplatz kam der bunte Zug kurz ins Stocken. Der Grund war laut Kraus ein harmloses Missverständnis. Die Organisatoren hatten eine neue Route über die Frühlingsstraße angemeldet, die Polizei jedoch die ursprünglich beantragte Strecke in die Haidmühlstraße abgesperrt. Nach einer kurzen Besprechung marschierten die Teilnehmer ohne Murren auf dem bereits gesicherten Weg weiter. Kraus nimmt’s mit Humor: „Die so eingesparten zehn Minuten haben uns vor dem Rathaus gutgetan.“

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