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Buntes Angebot: Der Pop-Up-Store im Moserhaus am Miesbacher Stadtplatz lädt bis zum 11. März zum Bummeln und Einkaufen ein. Geöffnet ist donnerstags bis samstags, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Ab sofort immer donnerstags bis samstags geöffnet

Miesbacher Pop-Up-Store lädt zu kreativem Einkaufsbummel

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In den Schaufenstern am Miesbacher Stadtplatz gibt’s wieder was zu sehen: Bis 11. März stellen Unternehmensgründer im Pop-Up-Store im Moserhaus ihre innovativen Produkte aus.

Miesbach – Die Idee zu „Mamas Bauchladen“ entstand beim Bergsteigen. Immer wenn die Miesbacherin Katja Holzer die Wanderstiefel schnürte und ihre kleine Tochter Emilia in die Babytrage setzte, hatte sie ein Platzproblem: Wohin mit den Windeln, Breigläschen und Wechselstramplern? Weil sie in Fachgeschäften keine geeignete Tragetasche fand, musste ihre Freundin Andrea Vieregg als „Sherpa“ herhalten. „Da haben wir uns überlegt, dass wir uns einfach selbst eine Tasche basteln.“ Eineinhalb Jahre und viele Testläufe später betreiben die beiden Frauen einen eigenen Online-Shop für ihre handgenähten „Bauchläden“. Und dank dem neuen „Pop-Up-Store“ im Miesbacher Moserhaus haben sie nun sogar ein eigenes Schaufenster am Stadtplatz.

Als eines von insgesamt zehn Start-Ups – so heißen die jungen Unternehmen in der Gründerszene – stellen sie bis Samstag, 11. März, im sonst leer stehenden Laden von Sabine Moser ihre Produkte aus. Schon beim Eröffnungsabend spazieren viele neugierige Besucher zwischen den bunt bestückten Holztischen herum. „Es ist toll, dass schon heute so viele Leute da sind“, sagt Daniela Ruffing. Wie berichtet, hat die Studentin der Sozialwissenschaften und Geografie das Projekt „Startups and more“ von Dorien Meima-Schmid im Rahmen ihrer Bachelorarbeit bei der Standortmarketinggesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach organisiert.

Immer von Donnerstag bis Samstag hat der innovative Laden geöffnet. Neben Bummeln und Einkaufen können sich die Miesbacher mittags mit Flammkuchen von Tanguy Doron stärken. Noch vor der Eröffnung seiner „Bayerischen Brasserie“ im Waitzinger Bräu Anfang März heizt der Franzose im Pop-Up-Store seinen Ofen an.

Ob Laden oder Gastronomie: Nach Jahren des Stillstands rührt sich wieder etwas auf der Südseite des Miesbacher Stadtplatzes. Auch für die Stadt ein erfreulicher Trend, sagte Dritter Bürgermeister Michael Lechner. „Der lukrative Stadtplatz ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht.“ Der Stadtrat wünsche sich auch weiterhin eine Belebung – und werde entsprechende Projekte gerne unterstützen.

Das hat sich – nicht zuletzt dank des Pop-Up-Stores – bereits herumgesprochen. So hat es das Moserhaus als „Creative Spot“ ins offizielle Programm des Design-Events „Munich Creative Business Week“ in der Landeshauptstadt geschafft, wie Ruffing stolz verkündete. Gewissermaßen als Vorbote war der Leiter des Münchner Kompetenzzentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft, Jürgen Enninger, zur Eröffnung gekommen. Trotz einer jährlichen Bruttowertschöpfung von 23 Milliarden Euro in der Metropolregion München sei die Kreativbranche eher kleinteilig und deshalb noch nicht groß in der Öffentlichkeit aufgetaucht, sagte Enninger. Umso wichtiger seien Projekte wie der Pop-Up-Store. „Das hier ist ein Raum, wo diese Leistung sichtbar wird.“

Das Angebot im Moserhaus ist so vielfältig wie die Branche selbst. Es gibt Bio-Backmischungen für nahezu jede Art von Lebensmittel-(Un-)Verträglichkeit, Handdesinfektionsmittel für Männer und Fair-Trade-Schokolade, die von der Bohne bis zur Tafel in Ghana produziert wird. Für die geeignete Füllung von „Mamas Bauchladen“ ist also gesorgt.

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