Stadtentwicklung

Stadtrat findet keine Einigung bei Parkplatz-Anbindung

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Miesbach - Der geplante Fußweg vom AOK-Parkplatz rauf zur Waitzinger Wiese in Miesbach steht auf der Kippe. Der Stadtrat konnte sich auf keine Variante verständigen.

Große Lösung, kleine Lösung – am Ende war es gar keine Lösung, auf die sich der Miesbacher Stadtrat beim geplanten Fußweg vom Habererplatz zur Volksfestwiese einigen konnte. Zu uneinig waren sich die Fraktionen.

Dabei hatte Stadtplaner Otto Kurz es geschafft, die große Hürde des Projekts zu meistern. Mittels einer Nase in den Hang wurde die Steigung auf das Niveau barrierearm – maximal 5,40 Metern Höhenunterschied auf 100 Meter – gebracht. Damit wäre das Projekt im Rahmen der Städtebauförderung zuschussfähig.

Um verschiedene Beschlussoptionen zu ermöglichen, zerlegte Kurz den Bau in mehrere Teile: Im ersten Bauabschnitt wird der bestehende Fußweg am Ende des AOK-Parkplatzes rauf zur Volksfestwiese geebnet und mit Treppenabschnitten versehen. Weitere Abschnitte sind ein neuer Fußweg vom Anfang des AOK-Parkplatzes zu den neuen Treppen (2), ein neuer barrierefreier Fußweg rauf zu den Containern der Asylbewerber (3a, 4), der am Edeka vorbei zur Schlierseer Straße führt (3b). Dazu ein gekennzeichneter Weg vom AOK-Parkplatz über den Habererplatz zur Moserpassage (5a, 5b).

Wie viel die Stadt dafür zahlen müsste, ist unklar. In der Sitzung sprach Kurz von 170 000 Euro, von denen 40 bis 60 Prozent gefördert werden könnten.

Während die CSU sich für die Umsetzung der Abschnitte 1, 2, 3a und 4 als ersten Schritt aussprach, hielt Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD) nur die Abschnitte 1 und 2 für notwendig, „weil 3a und 4 zerschneiden den Hang“. Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FW) wollte zunächst mit 1, 2 und 4 testen, „wie es angenommen wird – auch wegen der Kosten“.

Doch selbst das war Manfred Burger (Grüne) zu viel: „Das ist doch Unsinn. Woanders kann man für Behinderte mit dem Geld mehr schaffen.“ Ähnlich sah es Seniorenreferentin Inge Jooß (SPD): „Mit dem Rollator will da keiner runter.“ Wichtiger sei eine Fußgängerführung über den unsicheren Habererplatz.

Dass es aber auch Eltern mit Kinderwagen gibt, betonte Markus Baumgartner (CSU). Deshalb sprach er sich dafür aus, alles auf einmal anzupacken: „Wir wollen doch eine attraktive durchgehende und gut beleuchtete Verbindung.“

Wie berichtet, ist der Weg Grundvoraussetzung für die Geschäftsleute am Marktplatz, künftig nicht mehr vor der Ladentür, sondern auf der Volksfestwiese zu parken.

In der Abstimmung – die Beschlussvorschläge wurden in der Sitzung entwickelt – scheiterte zuerst der Antrag der CSU, die Abschnitte 1,2, 3a und 4 auf ein Mal zu bauen, mit 10:11 Stimmen. Mit demselben Verhältnis wurde der Vorschlag, nur Mittel für die Abschnitte 1 und 2 im Haushalt einzuplanen, blockiert.

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