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Das ist geplant: Sechs 12,42 mal 9,2 Meter große, zweigeschossige Häuser will das Bauamt errichten mit insgesamt 22 Wohnungen.

Grünes Licht für Freistaat

Stadtrat stimmt Asyl-Wohnungen zu

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Miesbach - Der Bau von Wohngebäuden zur Unterbringung anerkannter Flüchtlinge am Miesbacher Friedhof durch den Freistaat hat die nächste Hürde genommen.

Der Stadtrat stimmte am Donnerstagabend dem Projekt ebenso zu wie der Befreiung von der Stellplatzsatzung.

Die Kommunikation zwischen Behörden braucht bisweilen seine Zeit. Fünf Monate sind seit dem ersten Stadtratsbeschluss zum Wohnungsbau für anerkannte Flüchtlinge, die der Freistaat auf seinem Grundstück Am Gschwendt in Miesbach gegenüber dem Friedhof bauen will. Die damals aufgeworfenen Fragen und Anregungen wurden zwischenzeitlich vom zuständigen Staatlichen Bauamt in Rosenheim abgearbeitet. Am Donnerstag hatte der Stadtrat erneut zu entscheiden – allerdings ohne einen Vertreter der Staatsbehörde.

Hürden gab es letztlich keine. Der Ausbau des Schmutzwasserkanals soll ohne finanzielle Belastung für die Stadt erfolgen. Die Bauweise soll zeitsparend mit Modulen und Fertigteilen erfolgen. Dabei wurden auch die regelmäßig gewünschten Dachüberstände berücksichtigt.

Dass die geforderte Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit bislang nicht erfolgt ist, erklärte das Staatliche Bauamt laut Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) damit, dass eine solche „in der aktuellen Planungsphase nicht als sinnvoll erachtet wird“. Der Grund: Baumaterialien und spätere Belegung stünden noch nicht fest. Letztere erfolge durch die Regierung von Oberbayern, wobei die Stadt ein 30-prozentiges Belegungsrecht bekommen soll. Die weiteren Eckdaten seien aus der Presse bekannt.

Ein großes Zugeständnis bekommt der Staat bei den Stellplätzen, für die 22 Wohneinheiten wären laut städtischer Satzung 44 Stellplätze auf dem Grundstück nachzuweisen. Möglich sind jedoch nur 25 oder 30 – abhängig davon, ob den Parkplatz gliedernde Bäume gepflanzt werden oder nicht.

Der Stadtrat stimmte dem Bauprojekt ebenso zu wie der Befreiung von der Stellplatzsatzung, sofern 30 Stellplätze gebaut werden. Zwei von denen sind für Behinderte zu reservieren. Zwar gab es fünf Gegenstimmen, doch die bezogen sich auf den Verzicht der Baumpflanzung am Parkplatz.

In ihren Erklärungen begrüßten die Fraktionen den Wohnungsbau. „Wir müssen froh sein, wenn der Freistaat tätig wird“, betonte Pongratz. „Das erspart uns Kosten, auch wenn die Nachbarschaft nicht glücklich ist.“

Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD) nannte das Vorhaben einen Glücksfall: „Andere Kommunen müssen selbst für Wohnraum sorgen.“ Die geringere Stellplatzzahl sei vertretbar, weil Flüchtlinge und Hartz-IV-Empfänger meist keine zwei Autos hätten. Andererseits stellte Inge Jooß (SPD) fest, dass auch diese Leute Autos brauchen, um zur Arbeit zu fahren. Indes machte sich Markus Seemüller (FW) erneut dafür stark, die Anwohner öffentlich über die Pläne zu informieren. Pongratz verwies darauf, dies sei Sache des Staatlichen Bauamts und zugesagt.

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