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Mit einem eigenen Milchhof müsste ihre Milch nicht so einen weiten Weg zurücklegen: Kuh.

Bis jetzt müssen sie die Milch nach Bamberg fahren

Milchhändler träumen vom eigenen Milchhof im Landkreis

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Miesbach - Miesbach – 1,2 Millionen Liter Milch vermarktet die Milchproduktenhandel Oberland eG in Miesbach jedes Jahr als „Bayerische Bauernmilch“.

Diese stammt ausschließlich von Bauernhöfen aus dem Landkreis Miesbach. Während sich die Verbraucher über ein heimisches und garantiert gentechnikfreies Produkt freuen dürfen, profitieren die Kleinbauern von einem Milchpreis von 35 Cent. „Unser Ziel sind 40 Cent“, versprach der Geschäftsführende Vorstand Harald Kirch nun im Miesbacher Stadtrat.

Nicht der einzige ehrgeizige Plan des Unternehmens. Neben einer Ausweitung des Sortiments auf Butter und Käse streben die Genossen langfristig wieder einen eigenen Milchhof im Landkreis an. Seit der Schließung der Verarbeitungsstätte an der Miesbacher Haidmühlstraße im Jahr 1998 ist die Milchproduktenhandel Oberland eG auf Partnerunternehmen angewiesen. „Wo wird die Milch denn pasteurisiert und abgepackt?“, wollte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) wissen. „Bei einem Milchhof in Bamberg“, erklärte Kirch. „Hier haben wir keinen Partner gefunden.“

Markus Seemüller (FWG) sah dabei auch die Stadt in der Pflicht. „Ohne Millionenbudget braucht ein Unternehmen starke Verbündete“, sagte er. Um direkt bei der Sitzung Nägel mit Köpfen zu machen, forderte Seemüller einen Beschluss. Demnach sollte sich die Stadt dazu verpflichten, in sämtlichen öffentlichen Einrichtungen wie Rathaus, Waitzinger Keller oder Bauhof künftig ausschließlich bayerische Bauernmilch zu verwenden. Um noch mehr Bürger zum Kauf zu animieren, schlug Seemüller vor, Plakate aufzuhängen.

Der Bürgermeisterin ging das zu schnell: „Wir wollen ja niemandem etwas überstülpen.“ Außerdem käme die Bauernmilch in den Kindergärten Straß und Montessori sowie bei der Mittagsbetreuung bereits zum Einsatz. Zudem versprach Pongratz, der Milchproduktenhandel Oberland eG einen Kontakt zur Öko-Modellregion zu vermitteln und das Thema beizeiten auch mit Landrat Wolfgang Rzehak zu besprechen. Gewissermaßen als Motivation fügte Kirch dazu an: „Wir wollen natürlich auch wieder ein starker Gewerbesteuerzahler werden.“  

sg

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