Hilfe für die Wirtschaft im Alpenraum: Über die Seite www.jetzt-zamhelfen.eu können auch Firmen aus dem Oberland und dem Landkreis Miesbach über Gutscheine unterstützt werden.
+
Hilfe für die Wirtschaft im Alpenraum: Über die Seite www.jetzt-zamhelfen.eu können auch Firmen aus dem Oberland und dem Landkreis Miesbach über Gutscheine unterstützt werden.

Mit Gutscheinen Betrieben in der Corona-Krise helfen

SMG-Netzwerk startet neue Plattform im Alpenraum

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
    schließen

Das Coronavirus hat den Landkreis Miesbach fest im Griff. Viele Geschäfte mussten vorübergehend schließen.

Wie der Einzelhandel kämpfen auch Gastronomie und Hotellerie ums Überleben. Das große Problem: Wie kann man Umsätze generieren, wenn man nicht aufsperren darf? Warten auf bessere Zeiten ist da keine Lösung, denn Einnahmen werden jetzt gebraucht.

Neue Plattform www.jetzt-zamhelfen.eu

Dabei will die Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) des Landkreises Miesbach der Wirtschaft helfen – mit der neuen Homepage www.jetzt-zamhelfen.eu. Sie soll einen Überblick bieten über die neuen Angebote vor Ort in der Corona-Krise.

Lesen Sie auch: So unterstützt die GWM in Miesbach die Wirtschaft

Auf den Weg gebracht wurde die Homepage durch den interregionalen Netzwerkverein Coworkation Alps, der zusammen mit der Miesbacher Corporate-Design-Agentur Gipfelformer und der SMG diese Plattform ins Leben gerufen hat, die es trotz der Corona-Krise ermöglichen soll, in lokalen Unternehmen einzukaufen. Doch wie kann man trotz geschlossener Unternehmen Geld verdienen? Die Lösung lautet: Gutscheine.

Über die Website jetzt-zamhelfen.eu können Anfragen für Gutscheine an Unternehmen im gesamten Alpenraum gestellt und nach der Krise eingelöst werden. So soll es Unternehmen trotz der Zwangspause gelingen, ihr Geschäft fortzuführen.

Hilfe in schwierigen Zeiten

„Wir wollen damit den Firmen und Gewerbetreibenden helfen, diese schwierige Zeit zu überstehen“, sagt SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid. Über das Coworkation-Netzwerk stehe man miteinander in Kontakt, und so wurde man auf diese Idee aus Osttirol aufmerksam. Innerhalb weniger Tage kam diese Homepage zustande – ehrenamtlich, wie Schmid betont: „Wir wollen so einen Beitrag leisten.“

Und so funktioniert’s: Lokale Geschäfte aus den Branchen Handwerk, Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie sowie Dienstleistungen können sich auf jetzt-zamhelfen.eu per Anmeldeformular kostenfrei registrieren. Besucher wählen auf der Website ihre Wunsch-Region und ein passendes Unternehmen aus, um über die Website eine Anfrage für einen Gutschein zu stellen. Über wenige Klicks kann mithilfe einer vorformulierten E-Mail bequem direkt Kontakt aufgenommen werden. Nutzer müssen nur noch den entsprechenden Betrag für ihren Gutschein eintragen und auf „Senden“ klicken. Im Anschluss erhalten die Gutscheinkäufer direkt vom angefragten Unternehmen eine E-Mail mit der Rechnung, den Zahlungsmodalitäten und dem Gutschein, der später eingelöst werden kann.

Auch der Nachbarlandkreis ist im Oberland vertreten

Dass das Portal einen recht großen geografischen Bereich abdeckt, ist laut Schmid kein Schaden: „Wir wollen einfach international solidarisch sein. Bereitschaft und Nachfrage sind groß, um Betrieben zu helfen.“ Der Landkreis Miesbach ist zusammen mit Bad Tölz-Wolfratshausen unter „Bayerisches Oberland“ zusammengefasst. Auch eine Hinzunahme des Landkreises Rosenheim ist für Schmid vorstellbar.

Doch die Homepage ist nicht das einzige Betätigungsfeld der SMG in der Krise. „Wir haben unsere Kräfte gebündelt und von derzeit ruhenden Projekten abgezogen“, erklärt Schmid. Ziel sei es derzeit, für die Wirtschaft relevante Informationen zu sammeln, und gut strukturiert auf der SMG-Homepage zur Verfügung zu stellen. Zudem kontaktiere man auch die einzelnen Firmen, um die aktuelle Lage abzufragen. Für einige Betriebe sei die Situation nicht neu, sagt Schmid: „China-Exporteure müssen wegen des Coronavirus dort schon seit längerer Zeit mit Einschnitten zurechtkommen.“

Auch arbeitet die SMG eng mit ihrem Gesellschafter, dem Unternehmerverband Miesbach, zusammen. Dessen stellvertretendem Vorsitzenden Anton Stetter ist es das größte Anliegen, dass Entlassungen vermieden werden: „Hier ist die Solidarität zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern gefragt.“

ddy

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ausflügler-Chaos: Ort will nun gegen dreiste Falschparker vorgehen - auch Camper in der Kritik
Falschparker sorgen in Schliersee für Ärger: Meist handelt es sich dabei um Ausflügler, die keinen Parkplatz finden. Die Gemeinde will neue Wege gehen, um abzuschrecken.
Ausflügler-Chaos: Ort will nun gegen dreiste Falschparker vorgehen - auch Camper in der Kritik
Vandalismus in Hausham: Unbekannte verwüsten Zentrale Sportanlage
Von einer „Schneise der Verwüstung“ spricht die Polizei. Einen hohen Sachschaden haben unbekannte Vandalen an der Zentralen Sportanlage in Hausham angerichtet.
Vandalismus in Hausham: Unbekannte verwüsten Zentrale Sportanlage
Nach Konflikten: Schliersee will bei Mountainbikern durchgreifen
Was tun bei Regelverstößen durch Mountainbikern? Im Schlierseer Hauptverwaltungs- und Werkausschuss wurden jetzt Ideen besprochen. Unter anderem eine Kennzeichenpflicht.
Nach Konflikten: Schliersee will bei Mountainbikern durchgreifen
Streit um Hundeleine eskaliert: Betrunkenes Pärchen droht Fußgängern Schläge an
Am Spitzingsee ist  ein Streit um einen nicht angeleinten Hund eskaliert. Ein betrunkenes Pärchen drohte einem weiteren Pärchen Prügel an, weil diese das erste baten, …
Streit um Hundeleine eskaliert: Betrunkenes Pärchen droht Fußgängern Schläge an

Kommentare